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Letzter Eingang am 07.07.2026

THE DEAD MAURIACS - PARAVENTS ET MIROIRS, UNE CÉRÉMONIE

The Dead Mauriacs is the project of French artist Olivier Prieur, "Paravents et miroirs, une cérémonie" is a live soundtrack.

The Dead Mauriacs describe their music as "Exotica Concrete" - their music is composed of field recordings made on a daily basis, as well as a diverse collection of sounds, including piano, Indian harmonium, violin, ukulele, didgeridoo, pieces of wood, glass, paper, and metal plates. The album is a spectacular 40-minute sound collage, assembled by sampling Exotica music represented by musicians and arrangers such as Les Baxter and Arthur Lyman, who were active in the 1950s.

"Exotica is a musical genre or sub-genre that emerged in the 1950s in the United States with musicians and arrangers like Les Baxter or Arthur Lyman. It is an extraordinary music because it is false: bird calls imitate bird songs, you can hear the sound of the waves, it is a Western fantasy, particularly North American, of a world and an imagery that never existed. It is a music associated with mass tourism, mass entertainment, consumerism. Arthur Lyman recorded about 30 records in 10 years in Waikiki. With his band, they played and recorded under a geodesic aluminum dome. The dome belonged to the owner of the hotel he played for every night. They did this at night to avoid noise. It's music that is both profoundly naive and totally flawed. In this, it is seductive and intellectually interesting. It is music that could easily be criticized today, but it is an imaginary in itself, like the Italian film music of the 1960s and 1970s." (Excerpt from the calax's interview)

The Dead Mauriacs are not only involved in music, but also in a wide range of other creative endeavors, including video and painting. He also repsonsible for the artwork of this LP. The inside of the product is also accompanied by an 8-page interview with Mauriacs and compiled his amazing artworks.

The Dead Mauriacs
Paravents et miroirs : une cérémonie / Screens and mirrors: a ceremony

Side A
Courte dérive, une ouverture / Short drift, an opening
Le retour des insectes électriques / The return of the electric insects Les oiseaux étranges / The strange birds Tension, terreur factice / Tension, false terror
Dénouement malais / Malaysian ending
Rituels et vanités 1 / Rituals and vanities 1
Rituels et vanités 2 / Rituals and vanities 2
Italiens dʼHambourg / Italians in Hamburg

Side B
Secrets pour piano / Secrets for piano
La suite Monory, Padoue-Le Caire-Nassau / The Monory Suite, Padua-Cairo-Nassau Hommes à découper / Men to cut out Lassitude moite / Clammy weariness
Le soleil artificiel du pont croisière / The artificial sun on the cruise deck
Pirogues et palmiers, vus de la scène / Pirogues and palm trees, seen from the stage La traversée / The crossing Rideau / Rideau
Fields recordings : Semproniano and Siena, Italy, Figueira, Portugal, Charentes, France. An electrical wire with a frequency shifter gave birth to the insects. Real and fake piano. Everything made with a computer and a midi keyboard.
Music premiered at Hörbar, Hamburg, 28th of December 2017. Music (and video) Olivier Prieur.
Thanks to Thorsten Soltau and all people at Hörbar.
Hello to Felix Kubin & Marie-Pierre Bonniol, Julia & Jan Warnke. Kisses to Hélène.

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Letzter Eingang am 03.06.2026

JOE WESTERLUND - CURIOSITIES FROM THE SHIFT 2x12"

In den letzten fünf Jahren hat sich Joe Westerlund intensiv mit der Clave beschäftigt, dem metrischen Muster, das zunächst die afro-kubanische und lateinamerikanische Musik geprägt hat und dann in fast alle Bereiche des Jazz und Rock Einzug gehalten hat. Was bedeutete es, dass eine Idee so flexibel war, dass sie so viele Formen annehmen konnte und dabei doch ihre eigene Essenz behielt? Das Ergebnis ist für Westerlund ein Sprung ins Unbekannte: Curiosities from the Shift, ein 12-Track-Spielplatz mit endlos verwobenen Beats und Melodien, auf dem Westerlunds Begeisterung für die Clave auf seinen experimentellen Umgang mit Texturen trifft und seine rhythmische Symphonie mit Freunden Hand in Hand geht, die diesen Raum gemeinsam mit ihm gestalten. Die dreiteilige Suite, die die erste Hälfte von Curiosities ausmacht, beginnt mit den Schrottplatz-Percussions und den entzückenden Bass-Splashes, die ,Tem" umrahmen, und endet mit dem surrealistischen Boom-Bap von Daumenklavieren und Shakers auf ,Can Tangle". Diese Stücke strahlen eine hart erkämpfte Freude aus, als würde Westerlund sich in Echtzeit daran erfreuen, eine potenzielle Sackgasse zu entdecken, aber trotzdem seinen eigenen Weg nach vorne zu finden. Diese Songs wurden zu einer Art Arbeitsplan für das Terrain, das Westerlund auf Curiosities erkundet, vom glorreichen Call-and-Response-Opener ,Nu Male Uno" bis zum unheimlich amorphen Schlussstück ,Felt Like Floating". Alle diese Songs zeichnen sich durch einen erkennbaren Rhythmus aus, wie den galoppierenden Gang in der Mitte von ,Midpoint" und den kopfnickenden Puls, der sich durch ,Persurverance" schlängelt, dessen Name augenzwinkernd falsch geschrieben ist, um seiner Aussprache aus North Carolina via Wisconsin zu entsprechen. Aber das sind nur Sprungbretter für andere Texturen, Stimmungen und Ideen, wie die New-Age-Anklänge - schimmernde Metallophone, zwitschernde Vögel, zurückhaltende Flöten -, die ,Midpoint" durchziehen, oder die Dub-artigen Delays und Gamelan-Hymnen, die ,Persurverance" durchziehen. Dies ist zutiefst vielschichtige Musik, deren treibender Kern durch eine Reihe überraschender Entscheidungen ausgeglichen wird. Bittersüße und Freude, Trauer und Befreiung, Seufzer und Lächeln: All das ist hier vorhanden und verflechten sich bis ins Unendliche. In den Monaten nach den ersten Sessions wandte sich Westerlund an Freunde - darunter Tim Rutilli von Califone, den Saxophonisten Sam Gendel, den Trompeter Trever Hagen und die Violinisten Libby Rodenbough und Chris Jusell. Es waren seine am gründlichsten komponierten und präzisesten Werke, aber er wollte hören, was passierte, wenn seine Freunde in Echtzeit darauf reagierten. Sie lieferten Anmut, Tiefe und Gefühl, wobei ihre Parts den Vorhang zu verborgenen Winkeln rhythmischer Welten öffneten. Westerlund gibt bereitwillig zu, dass er von der Betonung des Grooves und des Metrums des Albums überrascht ist, die sich von abstrakten Klängen abhebt. Nachdem er so lange mit Bands gelebt und gearbeitet hatte, ging er davon aus, dass er mit grundlegenden Metren fertig war. Diese 12 Songs verschmelzen so viele von Westerlunds Leidenschaften zu endlos faszinierenden Stücken, die mit vertrauten Elementen seine Abenteuer ins Unbekannte übertragen. Verspielt, aber zart, wehmütig, aber wundersam, von Beats angetrieben, aber nicht an sie gebunden - dies ist Westerlunds bisheriges Vermächtnis, das Soloalbum, das einen Blick auf eine musikalische und emotionale Landschaft eröffnet, die vielleicht sogar noch reichhaltiger ist, als er es sich jemals hätte vorstellen können.

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Letzter Eingang am 27.01.2026

JJJJJEROME ELLIS - VESPER SPARROW

Das Werk von JJJJJerome Ellis bewegt sich mühelos zwischen Stille und Möglichkeiten. Der schwarze, behinderte Künstler mit grenadischen, jamaikanischen und amerikanischen Wurzeln schafft mit Saxophon, Orgel, Hackbrett, Elektronik und Stimme atmosphärische Klanglandschaften. Improvisation ist der Kern - oft werden große Teile von Aufnahmen bearbeitet, um das Werk wie ein Marmorbildhauer freizulegen. Es ist eine expansive und interdisziplinäre Praxis, die es JJJJJerome ermöglicht, sich an jedes Medium und jede Form anzupassen, darunter aufgezeichnete Musik, Live-Theater und Performance-Kunst, Filmmusik, Spoken Word und Storytelling sowie multimediale/visuelle Werke, die Klang integrieren. Als Mensch, der stottert, fiel es ihm in der Kindheit schwer, sich mit dem Mund auszudrücken. Den Künstlernamen ,JJJJJerome" zu buchstabieren, rührt von der Erkenntnis her, dass das am häufigsten gestotterte Wort der eigene Name ist. Trotz einer kurzen Sprachtherapie als Kind - als er in der siebten Klasse zum Saxophon griff, machte es plötzlich Klick. ,Ich stottere immer noch beim Saxophonspielen, aber es ist anders." Als Künstler dreht sich sein kreatives Ethos nun um die Erforschung des Stotterns durch Musik, wobei er die Fähigkeit jedes Einzelnen, Zeit zu gestalten, näher erläutert. Er ehrt das Stottern durch Kunst. Er begann damit, zu CDs von John Coltrane und Billie Holiday auf dem Horn zu improvisieren. Aber als jemand, der sich gerne mit Grenzen auseinandersetzt, hat sich JJJJJerome seitdem zu einem versierten Multi-Instrumentalisten entwickelt, wobei jedes Instrument einen Wendepunkt darstellt, der neue Wege zu potenziellen Klangwelten ebnet. Seine Stimme wird zusätzlich von einer Ehrfurcht vor der Erde und den Vorfahren - sowohl menschlichen als auch anderen - geleitet. Aufgrund der familiären Verbindungen seiner Mutter zur Kirche und den unvergesslichen Geschichten seiner Großmutter, die als Pianistin und Organistin auftrat, hat JJJJJeromes jüngste Affinität zu Tasteninstrumenten eine bedeutende Gewichtung. Das kommende zweite Album ,Vesper Sparrow" (Shelter Press) ist aus dieser Verbindung zur schwarzen religiösen Tradition und zum Erbe entstanden. Es ist eine Fortsetzung der fortlaufenden Auseinandersetzung des Künstlers mit den Schnittstellen zwischen Musik und Klang, Stottern und Schwarzsein aus der Perspektive der Zeit. Das Album besteht aus zwei vollständigen Gedanken und dreht sich um ein aufgezeichnetes Stottern. JJJJJerome teilt die vierteilige Komposition ,Evensong" auf, indem er das Stottern in Teil zwei ausblendet und die Tracks drei und vier (,Vesper Sparrow" und ,Black-Throated Sparrow") dazwischen einfügt. ,Das Stottern wird zu einem strukturierenden Moment", erklärt er in Bezug auf die Möglichkeit, die entstandene Zeit zu füllen. Die Aussetzung wird somit zu einem integralen Bestandteil der musikalischen Sprache von JJJJJerome. Sowohl Stottern als auch Granularsynthese können Momente in der Zeit aussetzen und ,zu vielfältigen Arten des Verweilens, Durchquerens und Verbindens mit anderen in diesen Momenten einladen". Der Künstler greift auch auf Elemente der Pop-Produktion zurück - elektronische Texturen und Verzerrungen, die teilweise vom Indie-Rock inspiriert sind, sowie Spoken Word, Sampling und Audiomanipulationen, die aus der karibischen und afroamerikanischen Musik stammen.

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