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Tuxedomoon & Cult With No Name - BLUE VELVET REVISITED

Das Label Crammed Discs stellt in einer weiteren Folge seiner Komponistenserie "Made To Measure" einen Soundtrack vor, den die Bands Tuxedomoon und Cult With No Name 2015 für die Dokumentation "Blue Velvet Revisited" geschrieben und eingespielt haben. Die Doku basiert auf Bildern, die der deutsche Filmemacher Peter Braatz auf Einladung von David Lynch 1985 am Set von "Blue Velvet" machte. Für den Soundtrack haben sich die englischen Elektronik- und Neue-Klassik-Band Cult With No Name und die legendären amerikanischen Post-Punk-Kammerpop-Pioniere Tuxedomoon zusammengetan. Im Ergebnis verschmelzen Elemente zeitgenössischer Klassik ("Lumberton") über Jazz ("So Fucking Suave") bis hin zu Ambient-Electronica ("Do It For Van Gogh") und Krautrock ("Jeffrey Nothing"). Außerdem mit dabei ist ein Pate moderner elektronischer Musik, der Brite John Foxx.

vorbestellen07.01.2022

erscheint voraussichtlich am 07.01.2022

Theoreme - Les Artisans

Auf 'Les Artisans', dem Nachfolger des No-Wave-Krachers 'L'appel du Midi à Midi Pile' (2016), setzt die Französin Maïssa D. aka Theoreme die Tradition von hypnotischen, basslastigen Mantras fort, die sie mit Industrial Dance, Roboter-Funk-Experimentalismus und halluzinatorischen Club-Downern mischt. UK Breakbeats auf halber Geschwindigkeit treffen auf elektronische On-U Reggaesounds und Henry Mancini im defekten Lounge-Noir-Mixer, futuristische Jazz-Low-End-Motive und Post-Punk-Primitivismus auf Funken von Proto-Techno. Maïssa ist gleichzeitig Mitglied des No-Wave-Trios SIDA und hat Musik auf Bruit Direct Disques, My Own Private Records und Isolated Waves Now veröffentlicht. LP aus schwarzem Vinyl mit Posterbeilage.

vorbestellen10.12.2021

erscheint voraussichtlich am 10.12.2021

Richard Ojijo - MO_RO_20

Richard Ojijo

MO_RO_20

12inchMAGAZINEMORO20
Magazine
26.11.2021

20 YEARS OF MUSIC FOR MARCEL ODENBACH

Richard Ojijo’s music for the films of german video artist Marcel Odenbach not only underscores and accentuates the imagery and motion, but also serves to propel the narrative too. The compositions are auditory distillations of the visual and create a synergy between music and image that draws the observer ever deeper.

With Odenbach’s and Ojijo’s collaboration now entering its 3rd decade, Ojijo was recently inspired to revisit and remix some of the themes contained within the extensive body of work.

— Matt Karmil, Aug 2021

Die Musik von Richard Ojijo für die Videoarbeiten des Künstlers Marcel Odenbach sind eindrucksvolle Beispiele dafür, wie Klänge Filmbilder nicht nur untermalen oder deren Wirkung atmosphärisch verdichten können, sondern neben dem Visuellen ein gleichberechtigtes Eigenleben entwickeln, das auf das Gesamterlebnis des Films zurückwirkt: plötzlich auftauchende innere Bilder oder Assoziationen, die das Gesehene mit noch größerer Komplexität und Mehrdeutigkeit versorgen.

Wenn sich etwa in „Innerer Sicherheit“ oder „In stillen Teichen lauern Krokodile“ sphärische Flächen und Soundeffekte ausbreiten, erinnert dies zuweilen an elektronische Stimmungen der späten 90er Jahre, obwohl die Thematiken der Filme in gänzlich andere Richtungen weisen. Dabei wird nie der Spannungsbogen der filmischen Dramaturgie vernachlässigt. Vielmehr kommt es zum Wechselspiel von dienender und freier Funktion, in dem die Musik nicht nur ihre schöne, sondern – den Themen der Filme angemessene – beunruhigende Wirkung ausbreiten kann. So tauchen wie aus dem Nichts Stimmen auf oder Geräusche, etwa von Stiefeln in „Beweis zu nichts“, die parallele Narrationen auf die Audiospur legen, um die zum Teil bedrohliche Wirkung der Bilder zu verstärken und womöglich Bereiche des Unterbewussten zu berühren.

Die Zusammenarbeit von Ojijo und Odenbach dauert mittlerweile über 20 Jahre an. Ojijo hat nun seine Arbeiten für die Filme Odenbachs neu zusammengestellt und neu gemischt. Die Platte erscheint im Herbst 2021 aus Anlass der großen Odenbach-Retrospektive im Düsseldorfer K21-Museum. Dort werden auch sieben Videoarbeiten zu sehen sein, von denen fünf in Zusammenarbeit mit Richard Ojijo entstanden sind.

— Michael Kerkmann, Aug 2021

vorbestellen26.11.2021

erscheint voraussichtlich am 26.11.2021

Various - Pop Ambient 2022

Various

Pop Ambient 2022

12inchKOM445
Kompakt
12.11.2021

IMPORTANT NOTE: UNFORTUNATELY THE SIDES ARE REVERSED ON THE VINYL, I.E. THE A-SIDE IS THE B-SIDE AND VICE VERSA. WITH THE PURCHASE OF THE VINYL OR THE CD YOU WILL GET THE SINGLE MP3 FILES AS WELL AS A CONTINOUS MIX VIA E-MAIL.

With the cover artwork for Pop Ambient 2022, longtime KOMPAKT graphic artist Veronika Unland has once again outdone herself. Following the almost baroque, blood-red and jet-black, extremely physical sculptures of Pop Ambient 2021, which emerged from a dark, floral sea like bodies erect for dancing, the front of 2022 is adorned with a pastel-white form, intertwined, folded many times and crisscrossed with delicate shading, which seems to float on a pale pink background; soft, gentle waves woven from Venetian colors that leave the viewer puzzled: Is it a flower, a coral, a mollusk?

Again, the current edition of the tradition-steeped compilation series curated by Wolfgang Voigt is about the persistent and ever-necessary definition of beauty, of reduction, of electronic music of heavy lightness and light heaviness, of ambient's eternal promise of a state of physical and acoustic weightlessness and Pop's of redemption. And about the question why a never arbitrary combination of soundscape, drones, samples and loops, put together in a certain way, can create this feeling of warmth, depth and space, - something three-dimensional, where the imagination feels at home as a fish in the water or a bird in the sky. A key aesthetic stimulus that sends all the senses into a slow glide and drift, after which your synapses feel like they've been bathed in essential oil. Next to Soul, Ambient is probably the most effective musical healing plant of mankind.

Behind the aural test tubes, the who's who of Pop Ambient is once again at work, led for the first time by the highly trafficked Californian duo Blank Gloss, whose debut album "Melt" this year was certified by The Guardian as nothing less than "heartaching beauty". Yui Onodera's "Chrome" as well as "Kari", a cooperation of Markus Guentner and Joachim Spieth, could also be imagined in the score of Denis Villeneuve's new film version of DUNE - however, colleague Hans Zimmer managed that quite well without the three. After such wonderful and stylish contributions by Reich & Würden, Triola and Thomas Fehlmann, the ear then lingers a bit longer on the ghostly "Weiht" by Morgen Wurde feat. Maria Estrella, a track like a temple of sound, a deep electronic immersion in a Japanese onsen. In this sea of unnameable time you could sink forever, but with the tracks of Andrew Thomas, Thore Pfeiffer and Max Würden & Pepo Galán the journey slowly comes to an end.

Mit dem Cover-Artwork für Pop Ambient 2022 hat sich die langjährige KOMPAKT-Grafikerin Veronika Unland einmal mehr selbst übertroffen. Nach den geradezu barocken, in blutrot und tiefschwarz gehaltenen, äußerst physischen Formationen von Pop Ambient 2021, die wie zum Tanz aufgerichtete Körper aus einem dunklen, floralen Meer auftauchten, ziert die Vorderseite von 2022 eine pastell-weiße Skulptur, in sich verschlungen, vielfach gefaltet und von zarten Schattierungen durchzogen, die auf einem blass-rosa Hintergrund zu schweben scheint; weiche, sanfte Wellen aus venezianischen Farben gewebt, die dem Betrachter Rätsel aufgeben: Ist es eine Blüte, eine Koralle, eine Molluske?

Natürlich geht es auch in der aktuellen Ausgabe der traditionsreichen, von Wolfgang Voigt kuratierten Compilation-Reihe um die beharrliche und immer wieder notwendige Definition von Schönheit, von Reduktion, um elektronische Musik von schwerer Leichtigkeit und leichter Schwere, vom ewigen Versprechen des Ambient auf einen Zustand körperlicher und akustischer Schwerelosigkeit und dem von Pop auf Erlösung. Und um die Frage, warum eine nie beliebige Kombination aus Klangfläche, Drones, Samples und Loops, auf eine bestimmte Art zusammengefügt, dieses Gefühl von Wärme, Tiefe und Raum entstehen lassen kann, - etwas dreidimensionales, in dem die Fantasie sich so zuhause fühlt wie ein Fisch im Wasser oder ein Vogel in der Luft. Ein ästhetischer Schlüsselreiz, der alle Sinne in ein langsames Gleiten und Driften versetzt, wonach sich deine Synapsen wieder anfühlen, als habe man sie in ätherischem Öl gebadet. Neben Soul ist Ambient die wahrscheinlich wirksamste musikalische Heilpflanze der Menschheit.

Hinter den auralen Reagenzgläsern hantiert einmal mehr das Who-is-Who der kompaktschen Pop Ambient-Riege, erstmals angeführt vom hoch gehandelten kalifornischen Duo Blank Gloss, deren diesjähriges Debüt-Album “Melt” der englische Guardian nichts weniger als “herzergreifende Schönheit” bescheinigte. Yui Onodera’s “Chrome” sowie “Kari”, eine Kooperation von Markus Guentner und Joachim Spieth, könnte man sich auch gut im Score von Denis Villeneuve’s Neuverfilmung von DUNE vorstellen, - das hat der Kollege Hans Zimmer allerdings auch ohne die drei ganz gut hinbekommen. Nach so wundervollen wie stilsicheren Beiträgen von Reich & Würden, Triola und Thomas Fehlmann verharrt das Ohr dann etwas länger beim geisterhaften “Weiht” von Morgen Wurde feat. Maria Estrella-Weiht, ein Track wie ein Tempel aus Klang, ein tiefes elektronisches Eintauchen in einen japanischen Onsen. In diesem Meer aus unnennbarer Zeit könnte man ewig versinken, doch mit den Tracks von Andrew Thomas, Thore Pfeiffer und Max Würden & Pepo Galán geht die Reise langsam zu Ende.

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Last In: vor 13 Monaten
TSHA - OnlyL

Tsha

OnlyL

12inchZEN12579
Ninja Tune
26.08.2021

Von Annie Mac, Bonobo und Gorillaz bis hin zum Billboard, NME, Crack, Mixmag oder DJ Mag wird TSHA als eines der aufregendsten Talente aus Großbritannien gehandelt. Ihre kommende EP, „OnlyL“, die am 27. August 2021 auf Ninja Tune erscheint, zeigt eine selbstbewusste Kreative, die ihr eigenes Gefühl und ihren Sound ständig weiterentwickelt und verfeinert.

Die Veröffentlichung folgt auf einen fulminanten Lauf der jungen Künstlerin, zu dem auch der Start ihrer neuen, zweimonatlich erscheinenden „Jackfruit Radio“-Show auf Apple Music gehört, die Ausstrahlung ihres ersten BBC Essential Mix’ sowie die Ernennung zum „Future Artist“ von BBC Radio 1 im Januar 2021 und zum „Star of 2020“ durch BBC Introducing. Ihre letzte EP, „Flowers“, vom letzten Jahr, schaffte es auf mehrere Jahresendlisten und wurde von Billboard, NME, NPR, Resident Advisor, Mixmag, DJ Mag und vielen mehr gelobt.
Auf dem Titeltrack der EP, „OnlyL“, zeigt sich TSHAs angeborenes Talent, genreübergreifenden, stilvollen elektronischen Pop zu produzieren. Die Vocals von NIMMO alias Sarah Nimmo und Reva Gauntlett sind ein sofortiger Ohrwurm, wobei TSHA die düsteren Lyrics einem Upbeat-Instrumental des Tracks gegenüberstellt. „Power“ spielt mit einer weiteren Liebe von TSHA: Clubmusik. „I Know“ zeigt eine weitere Facette von TSHAs außergewöhnlichen Produktionsfähigkeiten. Die hier vollzogene perfekte Verbindung von Live-Musik und Elektronik ist ein wunderschön strukturiertes und melancholisches Werk, das um ein wunderschönes Hang-Trommel-Motiv herum aufgebaut ist.

- Lilafarbenes Standardvinyl im Disco Sleeve. Artwork von Felicity Marshall.

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Last In: vor 3 Jahren
CHORUSING - HALF MIRROR

Chorusing

HALF MIRROR

12inchWVLPC1224
Western Vinyl
13.08.2021

CHORUSING ist das Projekt des in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina, ansässigen Songwriters/Produzenten Matthew O'Connell. Auf seinem Debüt "Half Mirror" überlagert O'Connell warme analoge Synthesizer mit "confessional folk". Ein laut Eigenbeschreibung gleichzeitig kosmisches wir irdisches Unterfangen. Aufgenommen wurde "Half Mirror" zu Hause in den Bergen von North Carolina mit einem Vintage-Tape-Delay, einer E-Gitarre und einem selbstgebauten Synthesizer, den O'Connell Balsam taufte. Das Album ist in gleichen Teilen ein einsames Hin- und Herschieben von Elektronik, die durch Folk-Elemente vermenschlicht wird, und Folk-Musik, die durch elektronische Verzierungen verfremdet wird. Die an einem Tag geschriebene und aufgenommene hypnotische Lead-Single "Watching The Beams" ist ein guter Einstieg in den Ambient- Klangkosmos von CHORUSING.

vorbestellen13.08.2021

erscheint voraussichtlich am 13.08.2021

Nick Cave & Warren Ellis - Carnage

Über den Zeitraum von mehreren Wochen während des Lockdowns entstanden, präsentieren Nick Cave & Warren Ellis in dieser Woche ihr neues Gemeinschaftsalbum: Carnage – was zu Deutsch so viel wie Blutbad oder Gemetzel heißt. Cave beschreibt das Gemeinschaftswerk denn auch als „eine brutale, aber wunderschöne Aufnahme, eingebettet in eine gemeinschaftliche Katastrophe.“ Obwohl die beiden schon viele Soundtracks zusammen komponiert und aufgenommen haben, und Ellis zudem seit geraumer Zeit Mitglied von The Bad Seeds ist, handelt es sich bei Carnage tatsächlich um den ersten Longplayer, den sie auch offiziell als Duo eingespielt haben.

„Die Arbeit an Carnage war eine komprimierte Phase intensivster Kreativität“, sagt Ellis, „denn es dauerte gerade mal zweieinhalb Tage, bis diese acht Songs in irgendeiner Form standen. Dann erst sagten wir uns: ‘Ach komm, lass uns doch ein Album machen!’ Das alles war also nicht sonderlich geplant.“

Das Klangspektrum der neuen Aufnahmen reicht vom düsteren, elektronischen Puls des Stücks „Old Time“ bis hin zum sehnsuchtsvoll-wunderschönen „Albuquerque“, einer klassischen Ballade, die auf einer kreisförmigen Klavierfigur basiert, überzogen mit hypnotischen Streicherparts. Insgesamt hat das Album eine etwas rastlose Energie, die Perspektive ist im Vergleich zum gefeierten Nick Cave & The Bad Seeds-Vorgänger Ghosteen eher nach außen gerichtet – wobei die beiden auch dieses Mal versuchen, die Grenzen des Songformats zu verschieben, immer wieder neu auszuloten, was ein Song eigentlich alles sein kann…

Während die eigentlichen Aufnahmen in recht kurzer Zeit stattfanden, waren die Songs von Carnage schon davor länger herangereift, in den ersten Lockdown-Wochen, die Cave damit verbracht hatte, „zu lesen, regelrecht zwanghaft zu schreiben und einfach nur auf meinem Balkon zu sitzen und über die Dinge nachzudenken.“ An ein Album dachten die beiden denn auch gar nicht, als sie zusammen ins Studio gingen, um zu jammen. „Das Album“, so Cave, „ist dann einfach so vom Himmel gefallen. Es war ein Geschenk.“

Carnage ist die Fortsetzung jenes kollektiven Improvisationsansatzes, auf den die beiden schon für Ghosteen gesetzt hatten – was Cave zugleich erlaubte, das klassische, eher narrativ strukturierte Songwriting hinter sich zu lassen. Als Rohmaterial dienen ihnen Textideen, die Cave zuvor über einen längeren Zeitraum verfasst und verfeinert; sie handeln zumeist von wenigen Kerngedanken und -themen, einzelnen Bildern und Metaphern, die er mit Worten umkreist. Die eigentlichen Songs entstehen dann in ausgedehnten Improvisations-Sessions im Studio: Anfangs sehe das so aus, wie Ellis berichtet, dass „da zwei Menschen im Raum sitzen und sich etwas trauen, indem sie erst mal einfach passieren lassen, was gerade passiert“. Ihre endgültige Form bekommen die Stücke daraufhin erst durch intensives Editieren und Filtern, wenn Musik und Text zu einer Art Klangcollage zusammenkommen. Das Element der Überraschung spielt bei jedem dieser Schritte eine zentrale Rolle, und mal geht alles ganz schnell – „Shattered Ground“, zum Beispiel, sei, so Ellis, „gleich im ersten Take fertig“ gewesen, während andere, wie beispielsweise der Titelsong, „sich erst kurz vor dem Abschluss der Mixing-Phase zu erkennen geben sollten.“

Wenn man bedenkt, dass Carnage in relativ kurzer Zeit entstanden ist, wirkt die enorme Bandbreite an Themen und Stimmungen um so beeindruckender, denn das Resultat klingt einerseits absolut eindringlich („Old Time“), andererseits auch zutiefst kontemplativ („Lavender Fields“). Wie sich die Stimmungen und Energien verschieben und überlagern, erkennt man auch daran, wie die beiden gewisse Zeilen, Refrains und flüchtige Bilder auf immer neue Weise in den verschiedenen Songs wieder auftauchen lassen, was dem Album insgesamt etwas Kaleidoskopisches gibt. In Songs wie dem aufrüttelnd-aufgebrachten „White Elephant“ und dem fast schon fiebrig-psychedelischen „Balcony Man“ kollidieren surreale Bildwelten, so dass die Zeilen nicht mehr wörtlich zu verstehen sind und an ihre Stelle etwas Suggestives, Impressionistisches tritt.

Die einzigartige kreative Chemie zwischen Cave und Ellis basiert auf einer langen gemeinsamen Geschichte, die sie als Kollegen und Solokünstler verbindet: Erstmals begegneten sich die zwei schon 1993, als Ellis die Geigenparts für einige Songs von Let Love In einspielen sollte, das achte Album von Nick Cave & The Bad Seeds. Wenig später schaute Cave bei einem Konzert von Ellis’ Band Dirty Three in Brisbane vorbei – und landete schließlich auch selbst auf der Bühne, wo sie gemeinsam Interpretationen von Neil Youngs „Helpless“ und Roy Orbisons „Running Scared“ zum Besten gaben. „Damit fing das alles an“, erinnert sich Ellis, der schließlich selbst festes Mitglied von The Bad Seeds wurde. Auch beim 2006 gegründeten Bandprojekt Grinderman arbeiteten sie zusammen, was laut Nick Cave ein Ventil für „die beste Midlife-Krise war, die sich ein Mann wünschen kann“. In dieser Konstellation sollten sie zwei Alben aufnehmen, Grinderman 1 und 2, bis sie die Band dann 2011 wieder auflösten.

Seit 2005 haben Cave und Ellis zudem an etlichen Soundtracks für Film, TV und Theater gearbeitet – u.a. für The Road (2009) und Lawless (Die Gesetzlosen; 2012), beide entstanden unter der Regie von John Hillcoat, sowie für David MacKenzies Hell or High Water (2016) und Taylor Sheridans Wind River (2017). Das gemeinsame Erschaffen derart atmosphärischer Instrumental-Scores, wobei oftmals elektronische Loops von Ellis als Ausgangspunkt fungierten, über denen Cave am Klavier improvisieren sollte, hat ihre Arbeitsweise und ihr Songwriting nachhaltig geprägt.

Mit Carnage legen sie das nächste Kapitel ihres musikalischen Abenteuers vor: Ein Album, das quasi aus Versehen entstehen sollte, während des langen, weltweiten Stillstands der Pandemie-Monate. Die verschiedenen Stimmungen und auch das Rastlose an diesen Aufnahmen spiegelt die existentielle Ungewissheit wider, aber zugleich flackern auch immer wieder Momente der Ruhe auf, Augenblicke der meditativen Selbstbesinnung. Unterm Strich ist es ein Album, entstanden in und gemacht für diese unbeständigen Zeiten, das durchsetzt ist mit Augenblicken konzentrierter Schönheit. Aufnahmen, die ihre unumstößliche Zuversicht fast schon trotzig zum Ausdruck bringen.

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HEIKO MAILE - DEMO TAPES 1984-86

Die meisten der für dieses Album ausgewählten Tracks sind Aufnahmen, die mit einem einfachen Stereo- (2-Track) Kassettenrecorder aufgenommen wurden. Die Situation im Studio sah dann ungefähr so aus: Drumcomputer (ohne Midi) und Sequenzer waren miteinander verbunden, liefen somit rhythmisch synchron. Die darin eingestellten Tonfolgen und Rhythmen wurden dann meist manuell mit Hilfe der Tastaturen auf die jeweilige gewünschte Tonhöhe transponiert. Oft wurden während dieses Ablaufs noch weitere Instrumente dazu live gespielt. Dabei wurden mit Hilfe eines Mischpults die Summe aller Tonquellen für die Aufnahme in einer Art "Live Recording" zusammengemischt. Da man bei einem Fehler immer wieder von vorne anfangen musste, und viele der Klänge nach dem Verstellen der Regler nur mit viel Akribie wieder hergestellt werden konnten, kamen mit der Zeit viele Kassetten zusammen, oft mit endlos langen und verschiedenen Versionen des gleichen Titels. Demo Tapes 1984-86 umfasst eine Auswahl aus den Anfängen der elektronischen Musik und merkwürdigen Klangwelten von Heiko Maile

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Raxon - Sound Of Mind LP 2x12"

Raxon

Sound Of Mind LP 2x12"

2x12inchKOM433
Kompakt
25.06.2021

Over the past decade, Egyptian-born, Barcelona-based DJ and techno producer Raxon, known to friends and family as Ahmed Raxon, has popped out a steady stream of twelve-inch singles, precision-tooled, for labels like Cocoon, Drumcode, Diynamic, Truesoul, and Ellum Audio. An alumni of Kompakt’s Speicher series – check the insistent, vibrating pulses of “The Ancient” and “Dark Light” on 2019’s Speicher 107 – with Sound Of Mind, Raxon has produced a long-awaited debut album that’s ready and aching both for the dancefloor and the boudoir, traversing the heat of the club and the warmth of the home.

“The idea of an album has always floated around in my head for the past few years,” Raxon confirms, “but it was never the right moment in my mind.” Instead, he’s been insistently pursuing his vision of deep, elegant techno, taking him from early DJ gigs in Dubai, including the legendary audio tonic night, then relocating to Europe on the recommendation of Herman Cattaneo, all the while allowing his experiences to inform and transmute his producer’s thumbprint. He’s an architect by training (though he gave architecture up for electronic music), which might explain why Raxon productions are so sturdy and well-designed; but remember also that architecture is a field filled with brave experimentation, something Raxon definitely draws on throughout Sound Of Mind.

Like many albums from the past twelve months, Raxon’s debut developed partly thanks to the unique social situation the planet has found itself caught within. “In the beginning of 2020 I started working on a few tracks with the album in mind,” he recalls, “with no idea of what’s to come in the next few months. As catastrophic as the situation was/is, I found myself in the studio; in a way the lockdown gave me that creative freedom in the studio, to try to tell my story through sound.” And indeed, there is something in the way of ‘life writing’ about Sound Of Mind, particularly in the way Raxon’s productions pay subtle homage, perhaps, to his formative listening experiences in the late nineties.

It’s no retro trip, but there’s plenty of variety here, and a few moments that’ll tickle the collective memory – see the prowling pulsations of the opening “Majestic”, the alien breakbeat action of “Vice” and “Journey Mode”, where the interstellar tones feel like Foul Play or Steve Gurley, the leaking gas and woozy keys that make “Droid Solo” so subtly destabilising, or the strobelight drones that sputter and flare throughout “El Multiverse”, where dappled organ tones fight it out with interdimensional transmissions, all sucked into the vortex of a late-night techno mantra. Beautifully sculpted, Sound Of Mind feels consummate, an elegant set that pulls Raxon’s vision into its sharpest focus. Alive with possibilities, it’s a fever dream of creativity.

In den letzten zehn Jahren hat der in Ägypten geborene und in Barcelona lebende DJ und Techno-Produzent Raxon, der Freunden und Familie auch als Ahmed Raxon bekannt ist, eine ganze Reihe von 12inch-Singles auf Labels wie Cocoon, Drumcode, Diynamic, Truesoul und Ellum Audio veröffentlicht. Wir kennen Raxon außerdem durch seinen Beitrag zur Kompakt Extra/Speicher-Reihe – man höre sich nur mal "The Ancient" und "Dark Light" auf dem 2019 erschienenen Speicher 107 an. Nun hat Raxon mit “Sound Of Mind“ sein lang erwartetes Debütalbum produziert, das sowohl für den Dancefloor als auch für die eigenen vier Wände geeignet ist und dabei sowohl die Hitze des Clubs als auch die Wärme des eigenen Zuhauses durchmisst.

"Die Idee eines Albums schwebte in den letzten Jahren immer in meinem Kopf herum", bestätigt Raxon, "aber es gab nie den richtige Moment." Stattdessen verfolgte er leidenschaftlich seine Vision von tiefem, elegantem Techno, die ihn von frühen DJ-Gigs in Dubai, einschließlich der legendären Audio-Tonic-Nacht, dann auf Empfehlung von Hernan Cattaneo nach Europa führte. Im Laufe dieser Zeit sammelte er unzählige Erfahrungen, die es ihm erlaubten, seinen Stil als Produzent mehr und mehr zu transformieren. Raxon ist gelernter Architekt (obwohl er die Architektur für die elektronische Musik aufgegeben hat), was vielleicht erklärt, warum seine Produktionen so robust und gut durchdacht sind; aber man sollte auch nicht vergessen, dass Architektur bestenfalls immer ein Feld mutiger Experimente ist, etwas, worauf Raxon in “Sound Of Mind“ definitiv zurückgreift.

Wie viele andere Alben der letzten zwölf Monate auch wurde Raxon’s Debüt von der einzigartigen gesellschaftlichen Situation, in der sich der Planet momentan befindet, beeinflusst. "Anfang 2020 habe ich angefangen, an ein paar Tracks für das Album zu arbeiten", erinnert er sich, "ohne zu wissen, was in den nächsten Monaten auf uns zukommen würde. So katastrophal die Situation auch war/ist, ich fand mich im Studio wieder; in gewisser Weise gab mir der Lockdown auch eine kreative Freiheit im Studio, um zu versuchen, eine Geschichte durch meinen Sound zu erzählen." Und in der Tat gibt es auf “Sound Of Mind“ so etwas wie eine "Lebensgeschichte", besonders in der Art und Weise, wie Raxon’s Produktionen eine subtile Hommage an seine prägenden musikalischen Erfahrungen in den späten Neunzigern darstellen.

Es ist fürwahr kein Retro-Trip, aber es gibt hier viel Abwechslung und ein paar Momente, die das kollektive Gedächtnis kitzeln werden - zum Beispiel der sich langsam heran pirschende Pulsschlag im Eröffnungstrack "Majestic", oder die außerirdischen Breakbeats von "Vice" und "Journey Mode", in denen sich die interstellaren Sounds ein wenig wie Foul Play oder Steve Gurley anfühlen. Dann das ausströmende Gas und die wummernden Tasten, die "Droid Solo" subtil destabilisieren, oder die Strobo-Drones, die in "El Multiverse" herum sprudeln und flackern, wo einzelne Töne einer Orgel mit interdimensionalen Transmittern um die Wette strahlen und schließlich in den Strudel eines nächtlichen Techno-Mantras gesogen werden. “Sound Of Mind“ fühlt sich formvollendet an, wie ein elegantes Set, das Raxon’s Vision verstärkt in den Fokus rückt. Ein Fiebertraum voller Kreativität und Möglichkeiten.

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Gaspard Augé - Escapades

Gaspard Augé

Escapades

12inch5060766765877
Because Music
25.06.2021

Gaspard Augé hat schon immer brillant reißerische, musikalische Welten geschaffen, in denen man sich
verlieren kann. Am bekanntesten ist er als eine Hälfte von Justice, dem Duo, das Mitte der 2000er Jahre
Rock und Rave vereinte und dessen Dancefloor-Smashes eine ganze Generation definierten. Sein diesjähriges
Solo-Debütalbum „Escapades“ besiegelt seinen Ruf als Meister des Maximalismus, ein elektronischer Autor,
dessen imaginäre Soundtracks ein erfrischender Ruck aus der Realität sind. Seine köstlich massiven Traumlandschaften beschwört Bilder von progressiven, heidnischen Ritualen im Orbit oder Spaghetti-Western auf
einer Raumstation herauf. Seien wir ehrlich, der Zappa-artige Produzent hatte nie vor, eine introspektive
Platte zu schreiben: „Ich war schon immer davon besessen, überlebensgroße Musik zu machen“, sagt er.
„Vor allem, weil es mehr Spaß macht“.
Das letzte Mal hörten wir von Augé, als er und Xavier De Rosnay von Justice einen Grammy 2019 für ihr
Album ”Woman Worldwide” gewannen, ein Überarbeitungspaket ihres Katalogs aus dem letzten Jahrzehnt.
”Das Tolle an den Grammys ist, dass man im Voraus nicht weiß, ob man gewonnen hat oder nicht, also kam
es völlig überraschend”, sagt Augé. Es war eine verdiente Anerkennung für ihre gemeinsame, bahnbrechende
Arbeit. ”Wir haben uns einfach gefreut und dachten: ’Wir müssen etwas richtig gemacht haben’”, sagt
Augé. ”Und wir dachten: ’Okay, jetzt können wir dieses Kapitel abschließen’.”

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erscheint voraussichtlich am 25.06.2021

BLACK MIDI - CAVALCADE

Black Midi

CAVALCADE

12inchRTLP212
Rough Trade
23.06.2021

Zweiter Streich der jungen Briten ist ein innovativer Höllenritt. Weder Covid-19 noch das zweite-Album-Syndrom konnte die vielleicht spannendste britische Rock-Hoffnung bremsen: "Cavalcade", der Nachfolger zum gefeierten Debüt "Schlagenheim", ist ein so dynamischer wie innovativer Höllenritt. Und eine weitere Standortbestimmung einer immer getriebenen jungen Band, die sich nicht auf dem bisher erreichten ausruhen will. Die Bedeutung des Titels beschreibt eine feierliche Prozession wie eine königliche Parade und black midi sehen ihr neues Album als eine Song-Parade von übermenschlichen Persönlichkeiten. Gefallene Kult-Führer, antike Leichname, die in einer Diamanten-Mine gefunden wurden oder die legendäre Sängerin Marlene Dietrich werden hier thematisiert. Musikalisch bedienen sich black midi aus einer ausufernden Palette an Einflüssen von Rock über Jazz, Hip Hop, elektronischer Musik, Klassik, Ambient und Prog.

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Toby Whyle - A Mood Of Its Own

Songs zu schreiben ist für Toby Whyle eine Selbstverständlichkeit, im Musikkosmos ist er seit langer Zeit ein bekanntes Gesicht. Neu ist die Erkenntnis, dass Songwriting für ihn einer der wenigen Wege ist, die grelle, schnelllebige Außenwelt auszublenden. "A Mood Of Its Own" ist der Anfang eines neuen Abenteuers, auf das sich Toby erstmals alleine begibt. Vorbehaltlos setzt er sich den Anziehungskräften von elektronischer Musik und Gitarrenpop aus, umkreist beide immer wieder knapp, lässt sich aber nie ganz fangen. Jeder Song folgt dabei einer eigenen Umlaufbahn, gewährt neue Einblicke in Tobys Gedankenwelten.

Der Titel "A Mood Of Its Own" entstammt einer Textzeile der ersten Single "No One Moves", mit der Toby gleich mal auf dem ersten Platz der Radio FM4 Charts landete. Der Song beschreibt eine Schreibblockade, die zweite Single "Quiet The Silence" begleitet das Auseinanderdriften zweier Menschen, "Pity" erzählt von Stolpersteinen und einem Neubeginn und "How It Feels" von der Suche nach Konstanten in einer schnelllebigen Welt. Auf seiner ersten Solo-EP zeigt Toby Whyle die volle Bandbreite seines Songwritings, lässt einen oft energiegeladen aber nachdenklich zurück. Gemeinsam mit Produzent Maximilian Walch hat Toby unterschiedliche Stimmungen eingefangen, auf das Wesentliche reduziert und eine verbindende Ästhetik geschaffen.

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Last In: vor 5 Jahren
GoGo Pengui - GGP/RMX

Gogo Pengui

GGP/RMX

2x12inch0602435652917
Blue Note
07.05.2021

Jazz meets Dance... GoGo Penguin Remixed - ein logischer Schritt!
Das in Manchester ansässige Jazz-Trio hat schon immer akustischen Jazz mit der Energie und Seele
elektronischer Musik verbunden und in Clubs wie auf Festivalbühnen Rave-artige Zustände erzeugt. Jetzt
gehen sie diesen Weg auf einem speziellen Albumprojekt weiter und lassen ihre Musik neu erfinden.
Auf ”GGP/RMX” widmen sich angesagte Producer und Remixer wie Squarepusher, Machinedrum, James
Holden oder Clark den besten Tracks des Trios und katapultieren sie in neue Klanglandschaften.

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erscheint voraussichtlich am 07.05.2021

Various - Bonking Berlin Bastards 2x12"

Various

Bonking Berlin Bastards 2x12"

2x12inchA-TONLP12
A-TON
05.03.2021

First released by Cazzo Film in 2001, ebo hill’s Bonking Berlin Bastards has long achieved the status of an underground punk porn classic. Like the Cazzo productions of director Bruce LaBruce, hill’s vision was both ahead of its time and a playful distillation of 90s and early-2000s Berlin Zeitgeist: queer, industrial, hypersexual, exhibitionist and fueled by electronic music. The story is told in large part by the soundtrack, to be released for the first time on Ostgut Ton sublabel A-TON. The music follows a group of squatters, punks and drag queens as they fuck, party and stumble their way through an empty city at the turn of the millennium. Approaching these themes more through location than plot, the film’s narrative freedom is also a narrative of freedom; between chance encounters and sex in public, atop the maze of roofs in the city’s former East, bent over bridges and moaning in ecstasy at oncoming traffic, pants down in telephone booths, packed into sex clubs, in the shadows of abandoned factories and techno clubs lost in time. Composed by improvisational techno trio AeoX and noise / industrial producer Rouage aka CNM (respectively), the music spans a broad range of appropriately pounding industrial, weird techno, noise, ultra-stoned ambient, improvised dub and electro. It’s a sonic spectrum that connects Berlin’s queer hardcore techno and squatter party scenes from which AeoX and Rouage emerged, drawing a direct line between the likes of Berghain-forerunner OstGut (a primary meeting point for the film’s cast & crew) to the more industrial, breakcore and noise- oriented independent party collectives and locations who provided multiple settings for the film, including Grüne Hölle and Stellwerk.

*Artists:* CNM / Rouage (Kathinka): Born in 1975 and raised in East Berlin. Co-organization of subcultural events since 1998 in Berlin, Potsdam, Leipzig and Barcelona. Experimental music, collaborations, exhibitions and audiovisual shows since 2000.

AeoX: Active between 2001 and 2007. Originally a quartet, then a trio, the group eventually shrank to two permanent members: Alex.E and Hanno Hinkelbein. The latter founded Null Records, where AeoX released two album and numerous EPs. They also released on Mental.Ind.Records founded by former OstGut resident Cora S. Musically, the group experimented with combining improvisational hardware techno, breaks, traditional instruments (guitar, clarinet, piano) industrial and metal.

Ursprünglich 2001 von Cazzo Film veröffentlicht, hat Bonking Berlin Bastards von ebo hill längst den Status eines Underground-Punk-Pornoklassikers erreicht. Wie die Cazzo- Produktionen von Regisseur Bruce LaBruce, war auch hills Vision seiner Zeit voraus und ein spielerisches Destillat des 90er- und Anfang-2000er Berlin-Zeitgeists: queer, industriell, hypersexuell, exhibitionistisch, angetrieben von elektronischer Musik. Die Geschichte wird größtenteils über den Soundtrack erzählt, der auf Ostgut Tons Sublabel A-TON zum ersten Mal veröffentlicht wird. Die Musik folgt einer Gruppe von Hausbesetzern, Punks und Drags, die ficken, feiern und durch die leere Stadt um die Jahrtausendwende streifen. Bonking Berlin Bastards erzählt diese Themen mehr über die Drehorte als über die Handlung. Die erzählerische Freiheit des filmischen Narrativs ist gleichzeitig eine Erzählung von Freiheit: Von zufälligen Begegnungen bis hin zu Sex in der Öffentlichkeit, auf Dächern im früheren Osten Berlins, sich über die Brüstungen von Straßenbrücken beugen, trotz und wegen des Verkehrs stöhnen, mit heruntergelassenen Hosen in Telefonzellen, in überfüllten Sexclubs, im Schatten aufgegebener Fabriken, zeitverloren in Technoclubs. Der Soundtrack wurde sowohl vom Improvisationstechnotrio AeoX als auch von Noise-/Industrial-Producer Rouage aka CNM komponiert und spannt einen weiten Bogen von explizit pumpendem Industrial, schräg klingendem Techno, Noise, ultra-stoned Ambient, improvisiertem Dub und Electro. Das musikalische Spektrum verbindet Berlins queere Hardcore-, Techno- und Hausbesetzer-Party-Szenen, aus denen AeoX und Rouage selbst hervorgingen und zieht dabei eine direkte Linie zwischen dem Berghain- Vorgängerclub OstGut (ein wichtiger Treffpunkt für die Darsteller und Crew des Films) und den eher Industrial-, Breakcore- und Noise-orientierten Independent-Partykollektiven und -Locations wie Grüne Hölle und Stellwerk, welche mehrfach als Drehort und Kulisse des Films auftauchen.

CNM / Rouage (Kathinka): 1975 geboren nd aufgewachsen in Ost- Berlin. Co-Organisation subkultureller Events seit 1998 in Berlin, Potsdam, Leipzig und Barcelona. Experimentelle Musik, Kollaborationen, Ausstellungen und audiovisuelle Shows seit 2000.

AeoX: Aktiv zwischen 2001 und 2007. Ursprünglich ein Quartett, dann ein Trio, dann verkleinerte sich die Gruppe auf zwei permanente Mitglieder: Alex.E und Hanno Hinkelbein. Letzterer gründete Null Records, auf dem AeoX zwei Alben und zahlreiche EPs veröffentlichte. Ebenfalls Veröffentlichungen auf Mental.Ind.Records, welches von der ehemaligen OstGut resident Cora S. gegründet wurde. Musikalisch kombiniert die Gruppe improvisierten Hardware- Techno mit Breaks, traditionellen Instrumenten (Gitarre, Klarinette, Klavier), Industrial und Metal.

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Roosevelt - Polydans

Roosevelt

Polydans

12inchSLANG50318LP
CITY SLANG
24.02.2021

Polydans“, Roosevelts drittes Album, erscheint am 26.02.2021 und ist ein Liebesbrief an die Clubmusik als Ganzes, ein Blick zurück auf seine eigene musikalische Sozialisation und Faszination für die facettenreiche Natur des Genres aber auch ein Blick nach vorne. Inspiriert und begeistert von Musik, egal ob Yacht-Rock, Balearic, House-Euphorie oder unterkühltem Techno, setzt Marius Lauber seine Fähigkeiten und sein musikalisches Wissen ein, um als Roosevelt elektronische Musik zu schaffen, die Menschen weltweit bewegt, sowohl emotional als auch physisch. Und das ist auch das Geheimnis all seiner Veröffentlichungen, seit den ersten Singles, später dann auf dem Debütalbum „Roosevelt" (2016) und dem Nachfolger "Young Romance" (2018) ist es immer diese warme Emotionalität, die seine Musik antreibt und die Menschen auf aller Welt in seine Melodien verlieben lässt.

“Balances '80s-inspired synth, disco, driving beats and cinematic textures into a musical amalgamation that simultaneously manages effervescence and heft.” - Billboard on “Sign”

“Strobe-lit and expansive cut that locks into an insistent groove and periodically explodes into bright colors.” - Stereogum on “Echoes”

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Roosevelt - Polydans

Roosevelt

Polydans

12inchSLANG50318X
CITY SLANG
24.02.2021

LTD Transparent Red LP

Polydans“, Roosevelts drittes Album, erscheint am 26.02.2021 und ist ein Liebesbrief an die Clubmusik als Ganzes, ein Blick zurück auf seine eigene musikalische Sozialisation und Faszination für die facettenreiche Natur des Genres aber auch ein Blick nach vorne. Inspiriert und begeistert von Musik, egal ob Yacht-Rock, Balearic, House-Euphorie oder unterkühltem Techno, setzt Marius Lauber seine Fähigkeiten und sein musikalisches Wissen ein, um als Roosevelt elektronische Musik zu schaffen, die Menschen weltweit bewegt, sowohl emotional als auch physisch. Und das ist auch das Geheimnis all seiner Veröffentlichungen, seit den ersten Singles, später dann auf dem Debütalbum „Roosevelt" (2016) und dem Nachfolger "Young Romance" (2018) ist es immer diese warme Emotionalität, die seine Musik antreibt und die Menschen auf aller Welt in seine Melodien verlieben lässt.

“Balances '80s-inspired synth, disco, driving beats and cinematic textures into a musical amalgamation that simultaneously manages effervescence and heft.” - Billboard on “Sign”

“Strobe-lit and expansive cut that locks into an insistent groove and periodically explodes into bright colors.” - Stereogum on “Echoes”

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Orlando Voorn - Internal Destination

Kompakt welcomes 2021 with a new member that many of you will recognise. For over 3 decades, Orlando Voorn has been a force in dance music like few others. One of the first Dutch producers to establish a connection between Detroit and Amsterdam (check “Game One” his collaboration with Juan Atkins for Metroplex). He has recorded under a trove of alias that include Fix, Frequency, Format to name a few.

Orlando Voorn brings his extensive knowledge of Techno and House to the forefront for his Kompakt debut “Internal Destination”. We offer up the title track ahead of the 3 track EP’s February 19 release date. Spacial sounds connect perfectly together – the playfulness of the track feels like each moment is caught in mid-air but the beat keeps it all moving forward without hesitation. “Ride The Wave” rounds out this EP – an electro loop is serenaded by a funked up synth melody that jams to the drum in the most soulful of ways.

Kompakt begrüßt das neue Jahr mit einem neuen Familienmitglied, das dem ein oder anderen geläufig sein dürfte. Schon seit über 3 Jahrzehnten prägt Orlando Voorn die elektronische Tanzmusik wie wenige andere. Als erster holländischer Produzent werkelte er schon sehr früh an der Detroit - Amsterdam Achse (siehe "Game One" mit Juan Atkins oder die legendären Ghetto Brothers Releases mit Blake Baxter). Er hat unter unzähligen Pseudonymen wie Fix, Format oder Frequency Platten veröffentlicht, die heute Kultstatus haben.

Mit seinem Kompakt Debut "Internal Destination" zeigt er, dass seine Musik auch im Jahre 2021 tiefes Wissen verströmt und nichts an Relevanz eingebüßt hat. Der Titeltrack "Internal Destination" ist Groove pur. Räumliche Klänge verbinden sich perfekt miteinander - die Verspieltheit des Tracks fühlt sich an, als wäre jeder Moment in der Luft gefangen, aber der Beat hält alles ohne Zögern in Bewegung."Ride The Wave" rundet diese EP ab - ein Elektro-Loop wird von einer funkigen Synthie-Melodie begleitet, die auf gefühlvolle Art und Weise mit den Drums jammt.

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Bicep - Isles LP 2x12"

Bicep

Isles LP 2x12"

2x12inchZEN261
Ninja Tune
20.01.2021

Das Belfaster Duo Bicep veröffentlicht sein heiß ersehntes zweites Album, „Isles“, auf Ninja Tune!

Zwei Jahre in Arbeit, erweitert „Isles“ die kunstvolle Energie des 2017 erschienenen selbstbetitelten Debütalbums von BICEP und vertieft gleichzeitig die Klänge, Erfahrungen und Emotionen, die ihr Leben und ihre Arbeit beeinflusst haben. Sie beschreiben „Isles“ als „eine Momentaufnahme“ ihrer Arbeit in dieser Zeit, wobei die Stücke so konzipiert sind, dass sie sich in ihren verschiedenen Durchläufen von der Aufnahme bis zur Live-Show und darüber hinaus entwickeln.

Der weltweit beliebte Sound von Bicep entstand, als ihr eigener rasanter Aufstieg im Musikbusiness begann. Nach dem Start ihres legendären FeelMyBicep-Blogs im Jahr 2008 entwickelte sich ihre simple Website, die stets neue Italo-, House- und Disco-Juwelen aus der Musikgeschichte präsentierte, zu einem durchschlagenden Erfolg, der regelmäßig über 100.000 Besucher pro Monat verzeichnete. Nachdem der Blog ein Plattenlabel und eine Clubnacht hervorgebracht hatte, wurde das Duo mit begehrten DJ-Sets, die die musikalische Vielfalt ihres Blogs widerspiegelten, auf die internationale Bühne gehoben. Nach den Erfolgen mit Produktionen für Throne of Blood und Aus Music wurden Bicep 2017 bei Ninja Tune unter Vertrag genommen, wo sie im darauffolgenden Jahr ihr umjubeltes, selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichten, das einen Top-20-Einstieg in die britischen Charts erreichte und in der Groove schaffte, was in der langen Geschichte des Magazins noch kein Release bewerkstelligen konnte: sowohl die Kategorie „Album des Jahres“ als auch mit „Glue“ die Kategorie „Track des Jahres“ zu gewinnen. Titel wie „Opal“ - und der bald folgende Four Tet-Remix - sowie die eben erwähnte Lead-Single "Glue" mit dem von Joe Wilson entwickelten Video wurden 2017 zu Meilensteinen der elektronischen Musik, wobei letzteres vom DJ Mag ebenfalls zum „Track of the Year“ gekürt wurde.

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WhoMadeWho - Synchronicity 2x12"

Whomadewho

Synchronicity 2x12"

2x12inchKOM427
Kompakt
11.12.2020

“We have always been very fortunate to meet and know many talented producers. In recent years, we have been exploring those relationships with different remixes and collaborations, and every time something exciting came out. That’s why we started our Synchronicity project. To challenge ourselves making inspiring, fun and beautiful music.‘Synchronicity’ means "the simultaneous occurrence of events which appear significantly related but have no discernible causal connection. This very well describes how our path led to the place we are now – somewhere between the club and indie scenes.” – WhoMadeWho

KOMPAKT welcomes back Copenhagen’s WhoMadeWho. Tomas Barfod’s penchant for electronic music poetically juxtaposed with Tomas Høffding and Jeppe Kjellberg’s respective backgrounds in rock and jazz, gives their music an electrifying combination of sounds, merging a variety of influences to produce a unique sonic fingerprint that is emotive, irresistible and immensely satisfying.

Though we both have yet to strike a note together since the release of their 2012 full length “Brighter” (KOM 254), WhoMadeWho have been remarkably productive. With two full lengths, a DJ mix for Watergate’s series and releasing two of 2019’s most played out club tracks together with Rampa (Innervisions) and Artbat (Watergate Records), the trio have found themselves diving more and more into the world of electronic music, tapping into their goldmine of connections within the scene to spearhead an array of collaborations.

Synchronicity is all about ‘meaningful coincidences’ – bringing interpretation to bear on connections that have no actual causal relationship. It’s a canny concept to pin onto Copenhagen trio WhoMadeWho’s latest album, which sees them return to Kompakt for the first time since 2012’s Brighter.

This re-established connection helps us to understand the synchronicity at play, the way that the WhoMadeWho core ave built an album around collaboration with friends and peers, much as Kompakt is all about cross-connections and family. On Synchronicity, WhoMadeWho call on friends old and new – Michael Mayer, Echonomist, Adana Twins, Alex Boman, Robag Wruhme, Frank Wiedemann, Sainte Vie, Mano Le Tough, Marc Piñol, Rebolledo, and Perel is the cast list; WhoMadeWho direct the material, shaping it into one lovingly flowing gem of dance-pop glory.

There’s something particularly generous about hearing an album as all-inclusive and open-hearted as Synchronicity in the midst of the profound social and cultural shifts we’re currently experiencing. While some songs on Synchronicity were recorded together, in real time, such as the collaborations with Adana Twins and Rebolledo, most of them have taken place via long distance, thanks to the pandemic lockdown. But you don’t need to know who was where to understand either the magnesium-flare melancholy of “Sooner”, recorded with Piñol, which has you holding your breath with the gentle thrill of the song’s lush melody, or the stomping strut of the following Adana Twins collaboration, “Shadow Of Doubt”.

Elsewhere, there’s the stentorian robot voice at the heart of “Hamstring”, where they’re joined by Michael Mayer; the lustrous headsoak of “Twenty Tears”, a tender intervention by Rebolledo; the strip-light, slow-motion disco strut of “Cecil”, produced alongside Echonomist; or the glittering, arpeggio dreamwork that Perel helps sculpt into shape on “Der Abend birgt keine Ruh.”… Really, there’s so much to celebrate here, a panoply of pleasures. From pop revelations to dancefloor delirium to slow-burning brooders, Synchronicity is just that; a space for the joys of the unexpected to collide, and to be given meaning by their coincidental co-existence in WhoMadeWho’s beautiful world.

"Wir hatten immer schon das Glück, viele talentierte Produzenten kennenzulernen. In den letzten Jahren haben wir diese Beziehungen durch verschiedene Remixe und Kollaborationen vertieft und jedes Mal kam etwas Aufregendes dabei heraus. Aus diesem Grund haben wir unser Synchronicity-Projekt gestartet: um uns selbst herauszufordern inspirierte, lustige und schöne Musik zu machen. “Synchronizität” bedeutet das gleichzeitige Auftreten von Ereignissen, die scheinbar in einem signifikanten Zusammenhang stehen, aber keinen erkennbaren kausalen Zusammenhang haben. Das beschreibt sehr gut, wie unser Weg zu dem Ort geführt hat, an dem wir jetzt sind - irgendwo zwischen der Club- und der Indie-Szene". – WhoMadeWho

KOMPAKT freut sich über Rückkehr der Kopenhagener Band WhoMadeWho. Tomas Barfods Vorliebe für elektronische Musik im poetischen Kontrast zu Tomas Høffding und Jeppe Kjellbergs jeweiligem Hintergrund im Rock und Jazz macht ihre Musik zu einem elektrisierenden Konglomerat, in das verschiedene Einflüsse zu einem einzigartigen klanglichen Fingerabdruck verschmelzen: gefühlvoll, unwiderstehlich und immens befriedigend.

Obwohl wir seit der Veröffentlichung von "Brighter" (KOM 254) in 2012 keine gemeinsamen Dinger gedreht haben, waren WhoMadeWho in der Zwischenzeit bemerkenswert produktiv. Mit zwei Full-Length-Alben, einem DJ-Mix für die Watergate-Reihe und der Veröffentlichung von zwei der meistgespielten Clubtracks aus dem Jahr 2019 zusammen mit Rampa (Innervisions) und Artbat (Watergate Records), taucht das Trio mehr und mehr in die Welt der elektronischen Musik ein. Für ihre Kollaborationen greifen WhoMadeWho immer wieder auf ihre Goldgrube an Bekanntschaften innerhalb der Szene zurück.

Bei “Synchronicity” geht es um "sinnvolle Zufälle" - also um die Interpretation von Verbindungen, die keinen tatsächlichen Kausalzusammenhang haben. Es ist ein ausgeklügeltes Konzept, das dem neuesten Album des Kopenhagener Trios WhoMadeWho anheftet: Diese wieder hergestellte Verbindung hilft uns, die Synchronizität im Spiel zu verstehen; die Art und Weise, wie WhoMadeWho ein Album um die Zusammenarbeit mit Freunden und Gleichgesinnten herum aufgebaut hat: schließlich geht es auch bei Kompakt um Querverbindungen und Familie. Auf Synchronicity richten sich WhoMadeWho an alte und neue Freunde: Michael Mayer, Echonomist, Adana Twins, Axel Boman, Robag Wruhme, Frank Wiedemann, Terr, Sainte Vie, Mano Le Tough, Marc Piñol, Rebolledo und Perel stehen auf der Liste. Das Trio führt Regie und sorgt für den Feinschliff. Das Ergebnis: ein echtes Juwel aus Dance, Pop und Glorie.

Inmitten der tiefgreifenden sozialen und kulturellen Veränderungen, die wir derzeit erleben, ist es etwas Besonderes, ein Album zu hören, das so offenherzig ist wie “Synchronicity”. Zwar wurden einige Songs gemeinsam und in Echtzeit aufgenommen – etwa die Kollaboration mit den Adana Twins und Rebolledo – die meisten Sessions fanden aufgrund der Pandemie jedoch über größere Entfernungen statt. Letztlich muss man aber gar nicht wissen wer wo war, um die Melancholie von "Sooner" mit Marc Piñol zu verstehen und im sanften melodischen Rausch des Liedes den Atem anzuhalten. Auch die eher brachiale Energie der darauf folgenden Adana-Twins-Kollaboration , "Shadow Of Doubt" vermittelt sich eingehend über die soziale Distanz hinweg.

An anderer Stelle ertönt die schallende Roboterstimme im Herzen von "Hamstring", wo sich Michael Mayer zu ihnen gesellt; die schimmernden "Twenty Tears", einer zärtlichen Intervention von Rebolledo; der Zeitlupen- Disco-Nummer "Cecil", die zusammen mit Echonomist produziert wurde; oder der glitzernde Arpeggio-Traum, den Perel in "Der Abend birgt keine Ruh" in Form bringt.. Ja, es gibt tatsächlich einiges zu feiern: Von Pop-Enthüllungen über Dancefloor-Delirium bis hin zu Stücken, die sich ihre Zeit nehmen - Synchronicity bietet Platz für all das; das Album spendet Raum, in dem die Freuden des Unerwarteten aufeinanderprallen und durch ihr zufälliges Nebeneinander in der Welt von WhoMadeWho Sinn ergeben.

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Hans Zimmer - Interstelar / Soundtrack LP 4x12"

Das ultimative Sammel-Vinyl-Album für alle Hans Zimmer Fans! Die vier 180 gram LPs dieser audiophilen Pressung enthalten erstmals alle 29 Tracks des legendären Soundtracks "Interstellar" - der ursprünglich nur als gekürzte Version mit 16 Tracks veröffentlicht wurde. Zusätzlich ist mit "Day One Dark" eine alternative, extrem düstere Version des Soundtrack-Themas enthalten, das nicht im Film verwendet wurde. Das Gatefold enthält einen Einleger mit Liner Notes von Hans Zimmer und Regisseur Christopher Nolan. Sein erhebender, atmosphärischer Soundtrack zu Christopher Nolans Sci-Fi Abenteuer "Interstellar" brachte Hans Zimmer im Jahr 2014 eine Oscar- und Golden Globe-Nominierung ein. Zur Einordnung der Bedeutung des zum modernen Klassiker gewordenen Klangerlebnisses von "Interstellar" reicht der Blick auf Hans Zimmers eigene musikalische Biographie nicht aus. Weit mehr als eine Weiterentwicklung des Hans Zimmer Signature-Sounds, stellt die Klangverbindung einer Orgel mit elektronischen und orchestralen Elementen eine Zäsur in der Geschichte der modernen Filmmusik dar und markiert eine viel kopierte und nie erreichte nachhaltige Sound-Innovation. Soundtracknet urteilt: "Hans Zimmer has created a close to perfect musical canvas for those extremely dedicated to the audio experience" und The Telegraph ergänzt "the vast sounds of a composer set loose on his grandest ever assignment."Herausragend ist auch die Entstehungsgeschichte der Musik: Hans Zimmer komponierte die ursprüngliche Musik ohne eine Szene von dem Film gesehen zu haben einzig auf Basis eines persönlichen Textes von Nolan.

vorbestellen13.11.2020

erscheint voraussichtlich am 13.11.2020

Lake Turner - Videosphere

Lake Turner

Videosphere

12inchKOM424
Kompakt
23.10.2020

Videosphere, the debut album by Kompakt’s latest signing, the London-based artist Lake Turner (aka Andrew Halford), swoons into focus with “The Sunbird”, a teasing drift of lilting, ambient tones, riding out a submerged piston-pulse rhythm. Across its brief 109 seconds, it manages to traverse evocative terrain – something mythopoetic, something both humble and grandiose, a glimpse of the other behind the sky’s curtain. “I wanted to conjure up something resembling an ancient ceremony or death procession,” Turner nods. “Like a hymn to the surroundings of a faraway hill.” It’s both sky-bound and earthen, a ritual incantation to call in the music of the spheres.

Turner was introduced to the Kompakt family by his sometime collaborator Yannis Philippakis of Foals. He’d previously made music in post-punk and indie groups Great Eskimo Hoax and Trophy Wife, but Videosphere is the first time he’s fully articulated his own vision of electronic music, aside from one limited lathe-cut 12”, 2018’s Prime Mover EP, on Algebra. The lush ambient-disco-techno dreams of Videosphere were constructed and completed in his London studio and at his parents’ arable and sheep farm in Worcestershire, which might help explain the hazy, unhurried pastoralism of the album.

“There was a slight bittersweetness in finishing the record (in Worcestershire) as my parents were in the middle of selling my childhood home,” he sighs, before quipping, “on the plus, I ended up shearing a lot of sheep over the summer.” A student of archaeology and ancient history, Turner is no doubt carefully attuned to the twisting cogs of history and memory, and it’s no surprise that Videosphere has a nostalgic, melancholic cast; much of its beauty rests in the way it tugs, gently, at the heart strings – see the tear-stained cheeks of the lush, dappled “Honeycomb”, or the sweetly sad electro-roundelay of “No Way Back Forever.”

It’s not all drift-dream hypnosis, though – Videosphere is very much grounded in the now. ““No Way Back Forever” is a nod to the linear nature of time,” Turner explains by way of example, “and the tipping point of the world climate crisis that scientists have now declared.” Jayne Powell’s vocals are sent spinning through the song, wound like candyfloss; she takes centre stage on the techno hymnal title track, too. Throughout, there’s a sense of forward movement, despite the life stasis we find ourselves collectively bound by in mid-2020; there’s also a yearning for the communal, for community, that’s captured in the album title, a nod to an object Turner encountered at London’s Geoffrey Museum, “a television set in the shape of a spaceman’s helmet from the 1970s.”

“The vision I loosely had was to make an electronic record that had a communal warmth and almost ceremonial or ritual feel. I wanted to examine the relationship of our archaic minds in the trappings of the modern world,” Turner concludes. “What the Videosphere also symbolizes for me is the oneness of humanity and community, prevailing.”
Eröffnet wird "Videosphere", das Debütalbum von Kompakts jüngstem Signing, dem in London ansässigen Künstler Lake Turner (alias Andrew Halford), mit "The Sunbird" - einem herausfordernden Strom aus Ambient Sounds, die zu schweben scheinen, um sich dann in einen subtilen, maschinellen Rhythmus zu verwandeln. In gerade mal 109 Sekunden gelingt es dem Stück, ein gewaltiges Terrain abzuschreiten - etwas Mythopoetisches, bescheiden und grandios zugleich, gibt uns eine Ahnung davon, was sich hinter dem Himmel verbirgt. "Ich wollte etwas heraufbeschwören, das einer alten Zeremonie oder Totenprozession ähnelt", sagt Turner, "wie eine Hymne an die Umgebung eines weit entfernten Hügels." Himmlisch und irdisch zugleich, eine rituelle Beschwörung von Sphärenmusik.

Der Kompakt Label-Familie wurde Turner von dessen zeitweiligen Mitarbeiter Yannis Philippakis (Foals) vorgestellt. Zuvor hatte er in den Post Punk- und Indie-Bands Great Eskimo Hoax und Trophy Wife gespielt. Bis auf eine limitierte lathe-cut 12", der "Prime Mover EP" auf Algebra von 2018, artikuliert Turner mit "Videosphere" zum ersten Mal seine eigene Vision von elektronischer Musik.

Die üppigen Ambient-Disco-Techno-Träume von "Videosphere" hat Turner in seinem Londoner Studio und auf der Schaffarm seiner Eltern in Worcestershire produziert, was den nebulösen, gemächlichen und beinahe pastoralen Charakter des Albums erklären könnte.

"Es gab einen bittersüßen Moment als ich mit der Platte (in Worcestershire) fertig geworden war, da meine Eltern gerade dabei waren, das Haus meiner Kindheit zu verkaufen", seufzt er, bevor er witzelt, "das Positive war, dass ich im Laufe des Sommers eine Menge Schafe geschoren habe". Als Student der Archäologie und der Geschichte des Altertums ist Turner zweifellos mit den sich unaufhörlich drehenden Rädern der Geschichte und der daran geknüpften Erinnerungen vertraut, und es ist keine Überraschung, dass "Videosphere" einen nostalgischen, melancholischen Einschlag hat; viel von seiner Schönheit liegt in der Art und Weise, wie es einem sanft ans Herz geht - die Tränen benetzten Wangen von "Honeycomb" oder der ambivalente Elektro-Reigen von "No Way Back Forever".

Trotz allem hypnotischen Driften und Träumen - Videosphere ist sehr stark im Jetzt verankert. "`No Way Back Forever`ist eine Anspielung auf die lineare Natur der Zeit", erklärt Turner beispielhaft, "und auf den Wendepunkt der globalen Klimakrise, den Wissenschaftler gerade ausgerufen haben". Jayne Powells Gesang wirbelt dabei wie Zuckerwatte durch den Song und steht auch im Mittelpunkt des technoid hymnischen Titelstücks. Überall ist ein Gefühl der Vorwärtsbewegung zu spüren, trotz der Stagnation, in der wir uns Mitte 2020 kollektiv befinden; trotzdem existiert eine Sehnsucht nach dem Gemeinsamen, nach Gemeinschaft, die im Albumtitel eingefangen ist - eine Referenz an ein Objekt, dem Turner im Londoner Geoffrey-Museum begegnete, "ein Fernsehgerät in Form eines Raumfahrerhelms aus den 1970er Jahren".

„Die lose Vision, die ich hatte, bestand darin, eine elektronische Platte zu machen, die eine soziale Wärme und eine fast zeremonielle oder rituelle Atmosphäre ausstrahlt. Ich wollte die Beziehung unseres archaischen Geistes in den Fallstricken der modernen Welt untersuchen", so Turner abschließend. "Was `Videosphere` für mich auch symbolisiert, ist die Einheit von Menschlichkeit und Gemeinschaft, die am Ende obsiegt".

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Acoustic Resistance - Turn It Off

Acoustic Resistance ist ein Projekt, das von den Musikern Julien Decoret (Joon Moon, Nouvelle Vague) und Julien Boyé (Gush, Nouvelle Vague) ins Leben gerufen wurde, wobei sie die riesige Instrumentensammlung nutzen, die sie auf ihren Reisen im Laufe der Jahre zusammengetragen haben. Die Band kreiert rhythmische, hypnotische Tanzmusik, die in ihrem Stil und ihrer Form an elektronische Musik anknüpft und gleichzeitig einen kritischen Blick auf die moderne Welt wirft.

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ARCA - KiCk i

Arca

KiCk i

12inchXLLP997
XL/Beggars Group
14.07.2020

Produziert und aufgenommen von Arca, definiert KiCk i eine neue Ära in der Multiplex-Welt der venezolanischen Künstlerin, Sängerin, DJ, Performerin und Komponistin. Mit Björk, Rosalía, Shygirl und SOPHIE hat Arca zum ersten Mal Kollaborateure in ihre Welt eingeladen. Zuvor produzierte sie für Björk, Kayne West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder legte bei Festivals als DJ auf. Mit KiCk i wird nicht nur die Freude gefeiert, die Arca in ihrem Leben finden konnte, sondern auch der manchmal beschwerliche Weg, den sie dafür zurücklegen musste. Ihre Bemühungen, ihr venezolanisches Erbe und ihre trans-lateinamerikanische Identität zu versöhnen, entpuppen sich als Reggaetón und spanischem Pop. Aber KiCk i ist nicht nur eine Pop-Platte oder eine experimentelle Platte, oder auch nur eine Mischung aus beiden, sondern alles auf einmal - und noch so viel mehr. Je nachdem, wo man die Nadel aufsetzt, findet man Bubblegum, raue Geräusche, elektronische Psychedelia, Balladen, Knaller, Gelächter, Tränen, Leidenschaft und Glaubensäußerungen - Klänge und Ideen, die nicht einfach miteinander verschmelzen, sondern gleichzeitig in einer Quantenüberlagerung koexistieren. "Ich möchte nicht an ein Genre gebunden sein", erklärt Arca. "Ich will nicht als eine Sache abgestempelt werden." Wo sie jetzt ist, endet das Nicht-Binärsein nicht mit ihrer geschlechtlichen Identität. Es ist zu einer Denkweise geworden, bei der keine eine Sache nur eine Sache sein muss, bei der mehrere Bedeutungen, mehrere Realitäten in überlagertem Gleichgewicht koexistieren können. In diesem Raum zwischen den Staaten, in dem das eine Ding das andere ist, hat Arca ein riesiges Feld unerschlossener kreativer Kraft entdeckt.

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HARALD GROSSKOPF - SYNTHESIST

Harald Grosskopf

SYNTHESIST

12inchBB1581
Bureau B
08.07.2020

Wieder lieferbar Harald Grosskopf ist seit den 60er-Jahren einer der umtriebigsten deutschen Musiker. Der Schlagzeuger aus Hildesheim spielte seitdem bei so unterschiedlichen Acts wie den Scorpions, Wallenstein, Klaus Schulze, Ashra, Joachim Witt, Lili Berlin und 17 Hippies. Grosskopf war 20, als ihm ein LSD-Trip "die Realität weghaute" und er seine eigene musikalische Sprache entdeckte - und die Elektronik. 1980 erschien auf Sky Records Grosskopfs erstes Soloalbum. "Synthesist" bietet acht instrumentale Kompositionen, die Grosskopf überwiegend allein einspielte. Die von Synthesizern und Schlagzeug getragenen Melodien erinnern an die Arbeiten seiner Berliner Elektronikfreunde wie etwa Klaus Schulze und Tangerine Dream und auch an die "kosmischen" Sessions der frühen 70er-Jahre - haben aber doch eine individuelle Klangfarbe. Auch deshalb gilt "Synthesist" weltweit unter den Liebhabern elektronischer Musik längst als Klassiker, der an eine aufregende musikalische Ära erinnert und auch in diesem Jahrtausend noch aufregend ist.

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THE MICRONAUT - Olympia(Summer Games)

Der Multi-Instrumentalist und Produzent hat sich mit fein strukturierten und enthusiastischen Kompositionen bereits einen Namen gemacht. Sein 2016 erschienenes Album „Forms“ zog mit seiner spielerischen Verwebung von Rhythmen und Samples die Aufmerk-samkeit der elektronischen Musikszene auf sich. In diesem Jahr veröffentlicht The Micronaut nun Olympia (Summer Games) – ein Album, das seinen sorgfältigen Produktionsstil weiterführt und dem Geist der Olympischen Sommerspiele gewidmet ist. Denn auch wenn diese abgesagt wurden, so sind die damit verbundenen Tugenden wie Durchhaltevermögen und Zusammenhalt zeitlos und gerade in diesen Wochen um so wichtiger. Solch grundlegende Prinzipien, die den Geist der Olympischen Spiele ausmachen, sind es auch, die The Micronaut umgetrieben haben. Und so war es kein Zufall, dass Summer Games entstanden ist: „Ich habe bisher immer Konzept-Alben veröffentlicht. Dieses Mal habe ich Olympia gewählt, weil es nicht nur Wettkampf, sondern auch eine Friedensbewegung ist, bei der es um die Menschen geht, ganz egal welcher Nation sie angehören.“ Diesen vielfältigen und stets vitalen, lebhaften Geist spiegelt das Album wider: Das verspielt-zarte Uneven Bars oder das träumerisch-sphärische Table Tennis, sie alle erzählen von den besonderen Momenten, von Siegen und Niederlagen und all den Facetten, die dem Sport innewohnen. Dadurch ist eine Reise entstanden, eine schwungvolle, aber auch turbulente Achterbahnfahrt, die den künstlerischen Anspruch The Micronauts abbildet: „Lebhaft, expressiv, dramatisch, manchmal ruhig, manchmal kraftvoll – ich versuche immer die Vibes von Wanderlust, Hoffnung und individuellen Momenten in meiner Musik einzufangen“ – erzählt der in Leipzig lebende Künstler. Und dieses Mal liegt das Spannungsfeld zwischen sportlichen Disziplinen – in dem sich The Micronaut musikalisch ausdrückt. Wobei seine Musik keinesfalls zum Sich-Messen anregt, vielmehr sind viele Tracks mit ihrem übermütigen, optimistischen Vibe für die Tanzflächen der Clubs geeignet, um sich die Anspannung der zuweilen olympischen Herausforderungen des Alltags von der Seele zu tanzen. Dazu hat The Micronaut anspruchsvolle Arrangements mit fließenden Melodien und unaufgeregtem Gesang kombiniert und den Weg für ein neues, collagenartiges musikalisches Genre geebnet. Bisweilen dreht Summer Games sogar in Richtung Elektro-Pop ab, dann wieder ist es inspiriert von old-schooligem Hip Hop and in anderen Momenten mündet und explodiert es förmlich in intelligent gesetzten musikalischen Hochsprüngen. Die Messlatte liegt hoch – doch bei allem Auf und Ab scheint immer durch, dass The Micronaut ein begeisterter Musikliebhaber ist, der Ideen und Inspirationen von überall her sammelt und sie unter Einsatz seines ganz eigenen emotionalen Prismas übersetzt.

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EVE OWEN - DON'T LET THE INK DRY

Eve Owen

DON'T LET THE INK DRY

12inch37D03D9
37D03D
02.06.2020

"Don't Let The Ink Dry", produziert von Aaron Dessner von The National, ist ein Werk von extremer Sensibilität und Fantasie. Die Britin Eve Owen, die als Gastsängerin auf dem The National Album "I Am Easy To Find" zu hören und bereits mehrfach mit The National aufgetreten ist, nahm sich für ihr Solo Debütalbum ganze drei Jahre Zeit. Während dieser Periode verbrachte die 20-jährige ihre Sommerferien mit Dessner in New York, wo sie mit ihm schrieb und Songs aufnahm. Dieser kreative Prozess war für Owen eine willkommene Zuflucht von ihrem stressigen Schulalltag. Die Sängerin entdeckte ein neues Gefühl von Freiheit und Zugehörigkeit und entwickelte einen ganz eigenen Sound: wild aber doch zart, unruhig aber differenziert genug, um auch die flüchtigsten Gefühle einzufangen. Aufgenommen wurde im Long Pond Studio, einer umgebauten Scheune und ein altes Bauernhaus tief im Hudson Valley. Passend zum Ambiente gibt Owen sich stellenweise dem Folk hin, allerdings mit elektronischen Experimenten angereichert. Mit Hilfe von Musikern wie dem Multi-Instrumentalisten Rob Moose (Bon Iver, Perfume Genius) und dem Pianisten Thomas Bartlett (alias Doveman, der u.a. mit David Byrne, St. Vincent und Father John Misty gespielt hat) gelangen es ihr und Dessner, einen detailverliebten, experimentellen und eigenwilligen Sound zu entwickeln. "Don't Let The Ink Dry" behandelt intensiv Owens Kampf mit Angst, Entfremdung, Verletzlichkeit und Selbsterhaltung.

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Drahthaus - Drahthaus

Drahthaus

Drahthaus

12inchMONLP029
Monkey
30.04.2020

In den späten neunziger Jahren war Wien Welthauptstadt der elektronischen Musik - Namen wie Kruder & Dorfmeister, Pulsinger & Tunakan, Waldeck, Electric Indigo oder Fennesz künden davon. Danach kam lange Zeit nichts, bis eine neue Generation - von HVOB bis Parov Stelar, von Dorian Concept bis Elektro Guzzi - sehr nachdrücklich eigene markante Sound- und Leuchtspuren setzte. Und nun kündigt sich abermals ein Zeitsprung an.
Zu große Töne gespuckt? Nein. Selbst Christian Fennesz zieht schon den Hut. Vor Drahthaus. Einer Band, die eigentlich keine Band ist. Noch nicht einmal eines der vielen Projekte, die immer und überall rasch entstehen und noch rascher wieder vergehen. Hier ist etwas radikal anderes im Kommen. Das 2015 gegründete Kollektiv Drahthaus ist ein Zusammenschluss diverser in Wien lebender Kreativer (Musiker, Künstler, Designer, Filmemacher, Techniker, Programmierer, Handwerker, Veranstalter und Kreativer jeglichen Geschlechts) mit der Vision, alte Strukturen in Frage zu stellen. Und Raum für gänzlich Neues zu schaffen.
Die Faktoren Lust, Neugier, Fachwissen und künstlerische Vernetzung sind mit im Spiel. Auch wenn Drahthaus den anarchischen Freiraum der Kunst mit präzisen, systematischen, analytischen Fragestellungen vermessen. Im April erscheint das erste Album - es trägt keinen Titel. Aber es wird die Elektroniksphäre aus den Angeln heben. Lokal, national, international. Willkommen im Drahthaus.

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Yeah But No - Demons

Yeah But No

Demons

12inchSR081LP
SINNBUS
18.10.2019

Von Brüchen und Kämpfen: Das Berliner Electro/Pop-Duo Yeah But No kündigt sein zweites Langspielalbum "Demons" an.
Yeah But No sind Douglas Greed und Fabian Kuss. Elektronische Musik mit klassischen Songstrukturen zu einem klugen und mitreißenden Hörgenuss verschmelzen, ist schon immer das Anliegen der beiden. Die Stücke des neuen Albums "Demons" kreisen um innere und äußere Konflikte und Gegensätze und zeigen die Band von einer dunkleren und detailreicher ausgearbeiteten Seite als auf ihren vorherigen Veröffentlichungen, und erweitern das breite Spektrum der Band von elegantem Deep House über friemelige Electronica bis hin zu hypnotischem Techno und großartiger Popmusik.
- LP: schwarzes Vinyl, Gatefold-Cover, 4c-Innersleeve mit Lyrics, Downlode-Code liegt bei

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Floating Points - Crush

Floating Points

Crush

12inchZEN259
Ninja Tune
17.10.2019

Die besten musikalischen Außenseiter sitzen nie lange still. Sie mutieren stetig, verwandeln sich in neue Formen und weigern sich, in Schubladen gesteckt zu werden. Floating Points hat so viele Gestalten, dass es ohnehin nicht einfach ist, ihn irgendwie einzuordnen. Da ist zum einen der Komponist, dessen Debütalbum „Elaenia“ im Jahr 2015 begeisterte Kritiken erhielt, darunter als Pitchforks „Best New Music“ und Resident Advisor's „Album of the Year“ - und ihn von den Tanzflächen auf die Festivalbühnen weltweit brachte. Dann ist da wiederum der Kurator, dessen Plattenlabels gefühlvolle neue Klänge in den Club gebracht haben, und der auf seinem geschätzten Imprint Melodies International alte Klänge wieder zum Vorschein gebracht hat. Ferner ist da der Traditionalist, der Disco-Typ, der Maschinenmusik macht, der Digger, der stets auf der Suche nach unentdeckten Edelsteinen zwecks Wiederveröffentlichung ist. Und dann ist da noch der DJ, dessen offener und zugleich mutiger Umgang mit dem Genre ihn einst ein 20-minütiges Instrumental des Spiritual-Jazz-Saxophonisten Pharoah Sanders im Berghain spielen ließ.

Nach der Veröffentlichung seiner Zusammenstellung von funkelnder, analoger Ambient- und Atmosphärenmusik für die geschätzte „Late Night Tales“-Reihe, stellt Floating Points' erstes Album seit vier Jahren, „Crush“, alles, was man über ihn zu wissen meint, wieder auf den Kopf. Nicht minder als ein knallender Donnerschlag elektronischen Experimentalismus’, dessen Titel auf den langsam überkochenden Schnellkochtopf anspielt, den die aktuelle politische Gemengelage in der Welt suggeriert, in der wir uns derzeit befinden. So hat Shepherd einige seiner bisher härtesten und treibendsten Tracks produziert, mit Blick auf die britische Bass-Szene (aus der er in den späten 2000er Jahren selbst hervorgegangen ist), wie beispielsweise die zuvor veröffentlichte markante Lead-Single „LesAlpx“ (Pitchforks „Best New Track“). Auf „Crush“ sind allerdings auch einige seiner ausdrucksstärksten Songs zu finden: seine charakteristische Melancholie ist in den erhabeneren, sanfteren Momenten des Albums oder im Buchla-Synthesizer zu finden, dessen unheimliche Modulation das Album prägt.

Sein neues Album fühlt sich augenblicklich an - und lebendig. Es ist der Klang der vielen Seiten von Floating Points, die schließlich miteinander verschmelzen. Es bezieht sich auf die „explosiven“ Momente während seiner Sets, die normalerweise auftreten, wenn er unerwartete Genres zusammenwirft, aus dem ganz einfachen Grund, weil er sich darüber freut, diese Platte „jetzt wirklich laut hören zu können“ und dann die Nadel aufsetzt. Es ist „genau wie das, was passiert, wenn man zu Hause mit seinen Freunden Musik spielt und diese sich überall im Raum ausbreitet.“, erklärt er.

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Allan Shotter - Cassini

Allan Shotter

Cassini

12inch2DIY4-22
2DIY4
24.07.2019

Erste Solo-EP des Berliner Produzenten Allan Shotter, neben Sängerin Giada Zerbo eine Hälfte des Duos Vittoria Fleet mit Releases auf n5md und 2DIY4. Inspiriert von Veteranen der elektronischen Musik wie Aphex Twin, Radiohead und Boards Of Canada sowie Sounddesignern wie Steve Reich, Moon Dog und John Cage, nimmt uns Shotter mit in eine Welt aus überwältigender, analog erzeugter Electronica mit atmosphärischen Klangkulissen und cineastischen Akkordläufen.

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Hot Chip - A Bath Full Of Ecstasy

Am 21.Juni 2019 veröffentlichen Hot Chip ihr siebtes Studioalbum „A Bath Full Of Ecstasy“

A Bath Full of Ecstasy vereint den Sound, für den die Band berühmt geworden ist - Euphorie und Melancholie verschmelzen mit bunten Melodien, eigenwilligen Gesangslinien und pumpenden elektronischen Pop-Rhythmen. Für die Produktion holten sie Philippe Zdar, den französische Maestro, der die Magie von Cassius und Phoenix geprägt hat, und Rodaidh McDonald, der mit The XX, David Byrne, Sampha, u.a. zusammen-gearbeitet hat, ins Boot. Es geht zurück auf das, was Taylor als Inbegriff von Hot Chip versteht: "Eine musikalische Formulierung dessen, was gesagt werden muss, oft aber nicht ausgesprochen werden kann".

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minds&machines - Silenced Nothing

Minds&Machines

Silenced Nothing

12inch2DIY4-21
2DIY4
10.04.2019

Nach seinem begnadeten Remix für Axwell^Ingrosso 2018 auf Astralwerks überzeugt das aus Deutschland stammende Duo minds&machines, ein menschlich-elektronischer Hybrid zweier Individuen, mit seiner neuen EP auf Solomuns 2DIY4 Label. Auf "Silenced / Nothing" lassen minds&machines Spuren von Garage, Electronica und Ambient auf deren divergierenden Routen für einen kurzen Moment kollidieren, womit ihnen ein neues Highlight innovativer Musikschreibung gelingt.

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Last In: vor 6 Jahren
Mueller_Roedelius - The Vienna Remixes

"imagori" (2015) Ist Das Erste Gemeinsame Album Der Beiden Musikalischen Grenzgänger Hans-joachim Roedelius (u.a. Cluster, Harmonia) Und Christoph H. Müller (u.a. Gotan Project). Elektronische Beats, Schwebende Pianomelodien, Perkussive Elemente: Ein Atmosphärisch Dichtes Album, Durchgehend Warm Undharmonisch - Obwohl Es Von Offensichtlichen Gegensätzen Lebt. Das Ergebnis Ist Ein Album, Das In Sich Ruht, Auf Positive Art Geschlossen Wirkt - Und Jede Sekunde Spannend Ist. Diese 12" Enthält Die Fantastischen Remixe Von Peter Kruder (kruder & Dorfmeister), Ken Hayakawa Und Takamowsky.

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Last In: vor 10 Monaten
Powell Tillmans - Spoken By The Other EP-Limited Edition

Auge und Ohr vereint: Kollaborations-EP von Oscar Powell und Wolfgang Tillmans. Zufällige Treffen können viel in Gang bringen: Oscar Powell, der Londoner DJ, Elektronikproduzent und
Gründer (mit Jaime Williams) von Diagonal Records, und der deutsche Fotograf und Künstler Wolfgang Tillmans, dem 2000 als erstem Fotografen und Nichtengländer der renommierte Turner Prize verliehen wurde, liefen sich 2017 im Tate Modern bei einer Performance von Tillmans über den Weg. Man kam ins
Gespräch, führte die Konversation per Mail fort und fand sich schließlich in Berliner, Londoner und Turiner Studios wieder. Die dabei entstandenen Titel sind auf der vorliegenden EP versammelt. Obwohl dem Visuellen verpflichtet, waren die Aufnahmen für den aus Remscheid stammenden Tillmans kein Neuland. Schon 2016 veröffentlichte er Vocal basierte elektronische Songs auf einer Reihe von EPs und Mini-Alben.
Eine Komposition von ihm schließt sogar Frank Oceans Album "Endless" ab. Powell hingegen veröffentlicht seit 2011 Musik auf seinem eigenen Label sowie bei Mute und XL Recordings.

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Last In: vor 7 Jahren
Redshape - A Sole Game

Redshape

A Sole Game

2x12inchMTR091LP
Monkeytown Records
24.10.2018

Auch Auf Seinem Dritten Album Nutzt Sebastian Kramer Aka Redshape Den Für Ihn Prägenden Sound Von 90er-jahre-techno Allgemein Und Speziell Aus Detroit Nicht Als Zitat, Sondern Erzeugt Mit Seinen Neuen Tracks Ein Sehr Spezielles, Eigenes Narrativ: Düster, Gespenstisch, Und Doch Entschieden Romantisch. In Gewisser Hinsicht Ist "a Sole Game" Sogar Die Erste Echte Redshape-lp Überhaupt, Die Nun Nichts Mehr Imitieren Will, Sondern Sich Durch Selbstbewusstsein, Selbstreflexion Und Souveränität Ausweist. Im Klassischer Redshape-manier Begeben Sich Die Acht Tracks Von "a Sole Game" Auf Eine Reise Durch Nächtliche Welten Und Düstere Industrielandschaften, Durchzogen Von Seltsamen Stimmen Und Geräuschen. Eines Der Wichtigsten Ziele Lag Unüberhörbar Darin, Ein Nahtlos Perfektes, Ganzheitliches Elektronisches Album Zu Produzieren, Das Ohne Interludes Oder Typisches Füllmaterial Funktioniert. Entsprechend Warm Und Analog Klingt Die Platte. Letztendlich Setzt Redshape Damit Klassisches Songwriting Mit Den Codes Von Techno Um Und Macht In Seiner Musikalischen Entwicklung Einen Großen Schritt Nach Vorne.

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Last In: vor 7 Jahren
Ursula Bogner - Recordings 1969-1988(Remastered)
  • A1: Begleitung Für Tuba
  • A2: Inversion
  • A3: Proto
  • A4: Metazoon
  • A5: Momentaufnahme
  • A6: 2 Ton
  • A7: Speichen
  • A8: Modes
  • A9: Expansion (Version)
  • A10: Synchronton 2
  • B1: Atmosphäre 1
  • B2: Punkte
  • B3: Expansion
  • B4: Für Ulrich
  • B5: Pulsation
  • B6: Testlauf
  • B7: Soloresonanzen
  • B8: Photosphäre
  • B9: Rhythmus 80
 
2

2018 Vinyl Remaster. Von Jan Jelinek kompilierte Werkschau der legendären musizierenden Pharmazeutin.
Die Geschichte der Entdeckung dieser Aufnahmen klingt abenteuerlich. Es soll Ursula Bogners Sohn
Sebastian gewesen sein, der auf einem Flug seinem Sitznachbarn, dem Elektronikmusiker Jan Jelinek, vom
ungewöhnlichen Hobby seiner Mutter berichtete. Ursula Bogner, 1946 in Dortmund geboren, dann in Berlin
als Pharmazeutin bei einem großen Pharmaunternehmen beschäftigt, hatte ein Faible für elektronische Musik
und die Musique concrète. Ab Ende der 60er-Jahre nahm sie eigene Stücke auf, die sie jedoch nie
veröffentlichte. Bogner war stark von den pseudowissenschaftlichen Energietheorien Wilhelm Reichs
("Orgon") beeinflusst und bastelte sich einen eigenen Orgon-Akkumulator. 1994 verstarb Ursula Bogner.
2008 veröffentlichte Jan Jelinek unter dem Titel "Recordings 1969-1988" eine erste Werkschau Bogners, die
jetzt als remasterte Vinyl Version wieder veröffentlicht wird.

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Last In: vor 7 Jahren
bvdub - Drowning In Daylight 2x12"

Bvdub

Drowning In Daylight 2x12"

2x12inchAMB1809
Apollo
28.09.2018

Hinter dem Alias Bvdub verbirgt sich mit Brock Van Wey ein Produzent elektronischer Musik aus San Francisco. Dort war Wey in den Neunzigern als DJ und Promoter in der Rave-Szene aktiv, bevor er sich in den frühen Nullerjahren nach China verabschiedete, um dort auf neue Gedanken zu kommen. Was ihm auch recht erfolgreich gelang, seit 2007 hat Wey - als Bvdub und unter anderen Pseudonymen - rund 40 AmbientTonträger veröffentlicht, darunter mittlerweile stattliche 30 Alben. Diese begeistern durch empfindsam gesponnene Melodien und faszinierende Texturen, wie sie auch bei Echospace, Kompakt und Styrax geschätzt werden. "Drowning In Daylight" ist Weys Debüt für das Label Apollo. Das Album erscheint als Doppel-LP und enthält vier epische, je circa 20-minütige Tracks. Sie machen unverkennbar klar, dass Wey in Kindheitstagen eine Piano- und Violinen-Ausbildung genossen hat und (noch immer) von nostalgischsymphonischen Klängen beseelt ist.

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Last In: vor 7 Jahren
Various - Sichten 1

Various

Sichten 1

2x12inchR-M180
Raster
21.09.2018

»sichten« refers both to »opinions« as well as the »examination of material«. in lose sequence, we will invite friends and colleagues, but especially music lovers to share their opinions on music with us or to look through their collected materials in order to present music that tends to be out of the focus of current media channels. as a label for electronic music our focus is on examining exactly this genre. but in the context of the series, we are rather looking for more hidden, unknown, perhaps forgotten music. we want to present the yet undiscovered, and also offer a platform for other cultural environments with different musical approaches. each issue will be supervised and compiled by a curator. an introductory text shall explain the ar- tistic approach of the respective curator. in this sense, the format of a double lp can only provide a first insight and wants to invite to a more in-depth research. for the first issue of the series, »sichten 1«, we asked frank bretschneider to compile his own, very personal selection of current electronic music. his choice fell on six artists, whose different styles me- ander between accessible music on the one hand and very abstract compositions on the other hand.

"sichten" bezieht sich sowohl auf "Meinungen" als auch auf die "Auseinandersetzung mit dem Material". In loser Folge laden wir Freunde und Kollegen, vor allem aber Musikliebhaber ein, ihre Meinung zur Musik mit uns zu teilen oder ihre gesammelten Materialien durchzusehen, um Musik zu präsentieren, die nicht im Fokus der aktuellen Medienkanäle steht. als label für elektronische musik liegt unser schwerpunkt auf der untersuchung genau dieses genres. im rahmen der serie suchen wir aber eher nach verborgener, unbekannter, vielleicht vergessener musik. wir wollen das noch unentdeckte präsentieren und auch eine plattform für andere kulturelle umgebungen mit unterschiedlichen musikalischen ansätzen bieten. Jede Ausgabe wird von einem Kurator betreut und zusammengestellt. Ein einleitender Text soll den künstlerischen Ansatz des jeweiligen Kurators erläutern. In diesem Sinne kann das Format einer Doppel-LP nur einen ersten Einblick geben und will zu einer vertieften Recherche einladen. für die erste ausgabe der serie "sichten 1" haben wir frank bretschneider gebeten, seine eigene, sehr persönliche auswahl aktueller elektronischer musik zusammenzustellen. seine auswahl fiel auf sechs künstler, deren unterschiedliche stilrichtungen ich zwischen zugänglicher musik einerseits und sehr abstrakten kompositionen andererseits unterscheiden.

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KING COYA - Tierra de King Coya

King Coya

Tierra de King Coya

12inchZZK038 / 159701
ZZK Records
27.06.2018

King Coya ist das digitale Alter Ego des argentinischen Musikers, Produzenten und Komponisten Gaby Kerpel. In den Neunzigern entwickelte Kerpel die furiose Theater-Performance "De la Guarda" mit, später setzte er seine Kreativität für das preisgekrönte Showprojekt "Fuerza Bruta" ein. Abgesehen davon ist er bekannt für die innovative Verbindung lateinamerikanischer Folklore mit moderner elektronischer Musik. Seit seinem 2009 veröffentlichten Solodebüt "Cumbias de Villa Donde" fertigte der König Remixe für Acts wie Amadou & Mariam, Brazilian Girls, Julieta Venegas, Luzmila Carpio, Chancha Via Circuito, Tom Tom Club, Petrona Martinez und Magin Díaz an. Weiterhin beteiligte er sich als Mitglied der Band Terraplén an den Aufnahmen zu "Tira Torito" (2010). Mit "Tierra de King Coya" setzt Kerpel den eingeschlagenen Pfad weiter fort. Zur Geltung kommen neben kolumbianischer Cumbia und argentinischem Folk insbesondere traditionell in den Anden gebräuchliche Instrumente wie das Zupfinstrument Ronroco oder die Schnabelflöte Tarka. Natürlich werden alle Sounds vom King so lange am Computer aufbereitet, verfremdet und geschichtet, bis sich explosiv-tanzbare Songs ergeben. Neun Stück sind es auf "Tierra de King Coya" geworden. Bei diesen wird er von La Yegros, Iara Nardi, Isabel Pinedo Rengifo, La Walichera, Balvina Ramos und Queen Colas am Mikrofon begleitet.

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Bruno Pronsato & L.A. Teen - A Face Wasted On The Theatre

Bruno Pronsato hat schon länger erfolgreich Erwartungen in der Techno- und House-Szene untergraben. Im früheren Leben war er Schlagzeuger einer Speed-Metal-Band mit einer ernsthaften Leidenschaft für Zwölftonmusik. 2005 zog er nach Berlin und eroberte die Aufmerksamkeit der elektronischen Musikwelt mit seiner LP "Why Can't We Be Like Us". Pronsato kehrt nun mit seinem neuen Album zurück ins Rampenlicht. In Zusammenarbeit mit Yonatan Levi hat er "A Face Wasted On The Theatre" geschrieben und produziert. Diese Verbindung ist bereits bestens eingespielt: Seit 2014 arbeiten die beiden immer wieder zusammen. Das neue Album entstand in zwei verschiedenen Studios im Prenzlauer Berg, der Wahlheimat des Texaners Steven Ford, wie Pronsato bürgerlich heißt, - und zwar meist nachmittags und nicht etwa in tiefer Nacht. Auf sechs der acht Songs ist Levi alias L.A.Teen erneut am Bass zu hören, weitere Gäste sind der Komponist und Produzent Peter Gordon und der israelische Saxofonist Yonatan Yudkowitz. Auch Levi stammt aus Tel Aviv und ist klassisch ausgebildeter Gitarrist und Bassist. Er ging einst in die USA und machte sich in der New Yorker Jazz-Szene einen Namen.

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Artikel pro Seite:
N/ABPM
Vinyl