Bureau B News

THOMAS DINGER - FÜR MICH

Thomas Dinger

FÜR MICH

12inchBB1381
Bureau B
02.08.2022

Thomas Dinger (1952-2002) war der jüngere Bruder von Klaus Dinger. Zusammen waren beide bei Neu! und La Düsseldorf aktiv. Entnervt von Streitigkeiten mit seinem dominanten Bruder, flüchtete Thomas Dinger im Jahr 1978 nach Südfrankreich - mitten während der Produktion zum zweiten La-Düsseldorf-Album "Viva". Dort entstand die Idee zu einem Soloalbum. Er wollte endlich mal was ganz Eigenes machen, etwas "Für mich". Gemeinsam mit dem Ex-Bandkollegen Hans Lampe als Co-Produzenten nahm er 1981 im bandeigenen Studio sechs Tracks des Albums auf: instrumentale, melancholische, elegische, von flächigen Synthesizer-Sounds dominierte Stücke, die eher an Musik von Wolfgang Riechmann oder Michael Rother erinnern als an den typischen La-Düsseldorf-Sound: Nur einmal ist der charakteristische 4/4-Dinger-Beat zu hören, zwei Stücke kommen sogar als Walzer daher.

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CONRAD SCHNITZLER - GOLD LP

Conrad Schnitzler

GOLD LP

12inchBB1501
Bureau B
15.07.2022

wieder lieferbar Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter deutscher Elektronikmusik-Avantgarde: der Komponist und Konzeptkünstler Conrad Schnitzler (1937-2011). Schnitzler studierte bei Joseph Beuys, war Mitglied bei Tangerine Dream und Kluster und veröffentlichte unzählige Solowerke. Das Material auf "Gold" (2003 auf dem Label Marginal Talent erstveröffentlicht) stammt aus den Jahren 1976 bis 78. Die Musik sticht in jeder Hinsicht aus den schnitzlerschen Veröffentlichungen heraus. Allein der Sound lässt kaum vermuten, dass das Material in den 70er-Jahren aufgenommen wurde. Mit seiner komplexen Mehrkanaligkeit, dem perfekten Equalizing, der transparenten Tiefenschärfe und durch die Brillanz der Signale klingt "Gold" so modern, als wäre es viele Jahre später eingespielt worden. Aber auch die Kompositionen sind erstaunlich. Auf abstrakte, atonale Abschnitte folgen handfeste rhythmisch-harmonische Sequenzen, die einerseits an Cluster erinnern, andererseits aber auch auf die elektronische Popmusik der 80er-Jahre hindeuten. Das Vinyl ist 180 Gramm schwer, die Linernotes sind von Asmus Tietchens.

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MOEBIUS/PLANK/NEUMEIER - ZERO SET LP

wieder lieferbar 1983 kam es zur dritten Zusammenarbeit von Dieter Moebius (Cluster) und der Produzentenlegende Conny Plank. Für "Zero Set" holten sie sich als rhythmische Verstärkung einen der besten deutschen Schlagzeuger: Mani Neumeier von Guru Guru. Ihn hatte Moebius bereits als Drummer bei Liveauftritten von Harmonia (Moebius, Roedelius, Rother) und bei deren Aufnahme ihres zweiten Albums ("De Luxe") kennen- und schätzengelernt. Der Produzent Conny Plank steht hier zu Recht gleichberechtigt neben den Musikern. Plank spielt nicht nur mit den Möglichkeiten der Klangbearbeitung, er sorgt für Brillanz und Plastizität. Neumeier spielt mit der Präzision und Ausdauer einer Rhythmusmaschine, nur eben viel lebendiger und erfindungsreicher. Und Moebius schließlich erzeugt auf seinen Apparaten bizarrste Klangereignisse. Auf "Zero Set" fließt die Musik ebenso leicht wie kraftvoll. Das Trio bedient sich völlig unsentimental der Technik, benutzt sie als leistungsfähiges Werkzeug zur Verwirklichung seiner musikalischen Vision. Der Begleittext stammt von Asmus Tietchens.

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MOEBIUS & PLANK - MATERIAL LP

Moebius&Plank

MATERIAL LP

12inchBB491
Bureau B
10.06.2022

Nach dem Album "Rastakraut Pasta" (1980) ist "Material" das zweite Album der beiden Vorreiter der deutschen Elektronik- und Undergroundszene. Der Elektronikpionier Dieter Moebius (Kluster/Cluster, Harmonia) und der Produzent Conny Plank (NEU!, Kraftwerk, Harmonia, DAF) wagten sich auf "Material" sehr weit heraus aus der Harmonia-Welt einerseits und dem Popmusikkosmos andererseits. Erstaunlicherweise landen sie aber nicht etwa im luftleeren Raum, sondern behalten genügend Bodenhaftung. Die beiden schufen mit "Material" eine elektronische Musik, die in dieser grenzüberschreitenden Radikalität aus Deutschland kaum zu erwarten war, selbst nicht von Cluster oder Harmonia. Andererseits ist das Album aber auch kein Abklatsch der zur damaligen Zeit so wichtigen New-Wave- oder Industrial-Musik. "Material" ist im guten Sinn des Wortes stillos, das heißt, es läst sich keinem gängigen Genre zuordnen.

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Jimi Tenor - MULTIVERSUM

Jimi Tenor

MULTIVERSUM

12inchBB4011
Bureau B
20.05.2022

Jimi Tenor war schon immer so etwas wie ein Renaissance man. Bereits als er seine Heimat Finnland zu Beginn der 1990er Jahre verließ, um zunächst nach New York zu gehen und später quer durch Europa zu ziehen, entdeckte er schnell das, was er als sein Ikigai bezeichnet, seine große Freude im Leben: Musik in DIY-Manier aufzunehmen und zuhause mit einfachen Mitteln zu produzieren, spontan und intuitiv. Daran hat Tenor über die inzwischen mehr als 30 Jahre seiner musikalischen Karriere hinweg stets festgehalten, ganz egal ob auf Solopfaden seiner frühen elektronischen Alben in den 90er Jahren oder später in den unterschiedlichsten Besetzungen und Kollaboration (u.a. Tony Allen, Kabu Kabu oder Abdissa Assefa). "Multiversum" ist nun sein drittes Album beim Hamburger Label Bureau B. Die Zusammenarbeit zwischen Jimi Tenor und Bureau B begann mit der Veröffentlichung der Werkschau "NY, Hel, Barca" im Jahr 2020 und setzte sich im Frühjahr 2021 mit Herausgabe der Raritäten-Sammlung "Deep Sound Learning" fort. Während Tenor in den vergangenen 20 Jahren vor allem Jazz und Afrobeat Platten aufnahm, kehrte er auf der Bühne weiterhin oft zu seinen minimalistischen Wurzeln zurück. Begeistert von dieser Space Musik, die Jimi Tenor nur mit Synthesizer, Flöte und Saxophon ausgestattet während seiner Solo Auftritte erschafft, lud Bureau B ihn ein, endlich auch eine Platte mit diesem einfachen, aber erstaunlich wirkungsvollen Setup aufzunehmen…

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Jimi Tenor - MULTIVERSUM

Jimi Tenor

MULTIVERSUM

12inchBB4011
Bureau B
20.05.2022

Jimi Tenor war schon immer so etwas wie ein Renaissance man. Bereits als er seine Heimat Finnland zu Beginn der 1990er Jahre verließ, um zunächst nach New York zu gehen und später quer durch Europa zu ziehen, entdeckte er schnell das, was er als sein Ikigai bezeichnet, seine große Freude im Leben: Musik in DIY-Manier aufzunehmen und zuhause mit einfachen Mitteln zu produzieren, spontan und intuitiv. Daran hat Tenor über die inzwischen mehr als 30 Jahre seiner musikalischen Karriere hinweg stets festgehalten, ganz egal ob auf Solopfaden seiner frühen elektronischen Alben in den 90er Jahren oder später in den unterschiedlichsten Besetzungen und Kollaboration (u.a. Tony Allen, Kabu Kabu oder Abdissa Assefa). "Multiversum" ist nun sein drittes Album beim Hamburger Label Bureau B. Die Zusammenarbeit zwischen Jimi Tenor und Bureau B begann mit der Veröffentlichung der Werkschau "NY, Hel, Barca" im Jahr 2020 und setzte sich im Frühjahr 2021 mit Herausgabe der Raritäten-Sammlung "Deep Sound Learning" fort. Während Tenor in den vergangenen 20 Jahren vor allem Jazz und Afrobeat Platten aufnahm, kehrte er auf der Bühne weiterhin oft zu seinen minimalistischen Wurzeln zurück. Begeistert von dieser Space Musik, die Jimi Tenor nur mit Synthesizer, Flöte und Saxophon ausgestattet während seiner Solo Auftritte erschafft, lud Bureau B ihn ein, endlich auch eine Platte mit diesem einfachen, aber erstaunlich wirkungsvollen Setup aufzunehmen…

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ENO/MOEBIUS/ROEDELIUS - AFTER THE HEAT

Back in stock !

Brian Eno hat den Begriff Ambient Music geprägt und berühmt gemacht - die Musik aber hat er nicht allein erfunden. Brüder im Geiste waren die deutschen Musiker Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius (Cluster). Es ist müßig, darüber zu spekulieren, wer wen beeinflusst hat, die Idee der Ambient-Musik lag Mitte der 70er-Jahre einfach in der Luft. Fakt ist, dass Brian Eno 1975 ein Konzert von Cluster in Hamburg besuchte. Er stellte sich strategisch günstig in die erste Reihe, und erwartungsgemäß bat man ihn zu einem Jam auf die Bühne. Nach dem Konzert verabredete man ein Treffen, das dann 1977 stattfand. Drei Wochen lang waren Eno und Cluster im Studio von Conny Plank. Zwei Alben entstanden daraus: "Cluster & Eno" sowie "After The Heat". Ersteres ist ohne Übertreibung das erste in Deutschland produzierte Ambient-Album. "After The Heat" ist jedoch etwas völlig anderes. Während auf "Cluster & Eno" die Handschrift von Cluster zu lesen ist (und Enos Ambient-Konzept die Hand führt), ist "After The Heat" eher ein Eno-Album mit den Stilmerkmalen der Cluster-Musik.

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CLUSTER - KONZERTE 1972/1977 (2x12")

wieder lieferbar Cluster boten live eine Art Performancekunst, die wesentlich aus Improvisation, Krach, bewusster Vermeidung von rhythmisch-harmonischen Strukturen und dem zügellosen Einsatz elektronischer Klangerzeuger bestand. Dazu kamen Auftrittsdauern von bis zu sechs Stunden, in denen Künstler und Publikum nicht selten in rauschhafte Zustände gerieten. Clusters Musik war anfänglich roh, brutal, spontan und wurde mit einfachstem Equipment - keine Synthesizer, keine Sequencer, keine High-End-Verstärker - erzeugt. Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius ließen keine mechanischen Prozesse ablaufen. Sie benutzten ihre Maschinen, aber verließen sich nicht auf sie. Vielmehr setzten sie auf Intuition. Das Experiment glückte nicht immer, aber oft. Dann spürte man tatsächlich so etwas wie Magie und hörte das Entstehen einer utopischen Klangwelt. Die zwei von Moebius und Roedelius autorisierten Mitschnitte dieses Albums geben eindrücklich die Atmosphäre und die Magie eines Cluster-Auftritts wieder. Der eine fand 1977 während eines Science-Fiction-Festivals in Metz statt, der andere entstand im Januar 1972 bei einem Auftritt in der Hamburger Fabrik. Die Tonqualität ist mäßig, weil damals das Gelingen der Performance wichtiger war als ihre perfekte Aufzeichnung. Wir heutigen Hörer sollten das akzeptieren.

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SVEN GRÜNBERG - HINGUS LP

Sven Grünberg

HINGUS LP

12inchBB2411
Bureau B
30.04.2022

Vier Jahre nach dem Ende seiner Progrock-Band Mess brachte der estnische Musiker Sven Grünberg 1981 das bemerkenswerte Album "Hingus" heraus. Das 23-minütige Titelstück beschwört, mitunter beeinflusst von fernöstlicher Tonalität, mit einer Kirchenorgel, extrem seltenen Synthesizern und außergewöhnlichen Percussion-Effekten faszinierende futuristische Klangwelten. Die beiden anderen, ebenfalls großartigen Tracks erinnern stilistisch eher an die Berliner Schule um Klaus Schulze und Tangerine Dream. Grünberg ist in Estland ein bekannter Bühnen- und Filmmusiker - und ein alter Hase, was elektronische Musik betrifft. 1974, noch während seines Musikstudiums, gründete er zusammen mit Härmo Härm die Progrock-Band Mess. Grünberg war damals der erste Musiker im Baltikum, der einen Synthesizer einsetzte. Mit dem Album "Hingus" (zu Deutsch: "Atem"), das er zwischen 1978 und 1980 einspielte, widmete er sich dem Ambient, versetzt mit einer Prise Space- und Progrock sowie intensiven asiatischen Einflüssen. Basis der Aufnahmen waren die Orgeln der Kirche in Rapla und des Doms von Tallinn. Die sakrale Anmutung wird durch Synthesizer und Percussions gebrochen oder auch ins Rauschhafte gesteigert. Röhrenglocken (die von Mike Oldfield bekannten Tubular Bells), Paarbecken (Piatti), eine Ratsche (Raganella), ein Tamburin, ein ostasiatischer Metallgong namens Tamtam, Glockenspiel und Kastagnetten kommen zum Einsatz. Zudem spielt Grünberg diverse ungewöhnliche elektronische Instrumente, die Härmo Härm und andere teilweise als Einzelstücke selber bauten. Dennoch zählt dieses außerirdisch schöne und zum Teil hochpsychedelische Album hierzulande zu den noch zu entdeckenden Klassikern dieses Genres.

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RVDS - COSMIC DIVERSITY

Rvds

COSMIC DIVERSITY

12inchBB397
Bureau B
29.04.2022

Der Hamburger Synthesist Richard von der Schulenburg kehrt mit dem Nachfolger von "Moods & Dances 2021" aus dem letzten Jahr zu Bureau B zuruck. Mit Hardware-Crunch, kryptischen Klangfundstucken und FieldRecordings macht er sich auf die Suche nach "Cosmic Diversity". Inspiriert von der eindringlichen Elektronica von Boards of Canada und Plaid, die hier durch die Linse eines Zeiss-Objektivs gebrochen wird, navigiert RVDS durch das musikalische Multiversum und spannt in acht experimentellen Kompositionen den Bogen zwischen Electro, IDM, Cosmic und Dub. Das wahrend des Lockdowns als Flucht aus der Isolation entstandene Album wirft einen Blick nach außen, erreicht mit gefuhlvollen Melodien aber auch stets das Innere.

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DEUTSCHE WERTARBEIT - DEUTSCHE WERTARBEIT

re-release "Deutsche Wertarbeit" ist das einzige Soloalbum der Düsseldorfer Keyboarderin und Komponistin Dorothea Raukes und ein lang vergessenes Juwel deutscher elektronischer Musik. Raukes, Mitglied der Rockband Streetmark, versammelte darauf sechs Synthesizer-Kleinode - mal hypnotisch, mal hymnisch, mal kosmisch. Erschienen 1981 auf Sky Records führt das Album mit seinem markigen Titel in die Irre. Statt teutonischer Stampfmusik ertönen sechs wunderschöne Synthesizer-Kleinode, welche die sogenannte Düsseldorfer Schule (Kraftwerk etc.), die Berliner Schule (Tangerine Dream etc.) sowie Anleihen an die Musik von Jean Michel Jarre kunstvoll mit Klängen der beginnenden 80er-Jahre vereinen. Manchmal hypnotisch, manchmal zuckersüß-melancholisch, manchmal treibend, manchmal kosmisch. Auch das kalt anmutende Artwork will irgendwie nicht so recht passen zu der warmen, einfühlsamen Musik, die ein wenig an die von Raukes' Streetmark-Bandkollegen Wolfgang Riechmann erinnert, etwa auf dessen Soloalbum "Wunderbar".

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FAUST - JUST US

Faust

JUST US

12inchBB1821
Bureau B
18.03.2022

wieder auf Lager Die Hamburger Band Faust gehört zu den großen Namen, die der Krautrock der 1970er-Jahre hervorgebracht hat. Als Jean-Hervé Péron und Zappi Diermaier 1971 ihr Debütalbum vorlegten, wollte das in Deutschland niemand hören, im Ausland jedoch verkauften sich "The Faust Tapes" über 100.000-mal. "There is no group more mythical than Faust", schwärmte der englische Musiker und Krautrock-Kenner Julian Cope Jahrzehnte später. Mit "Just Us" setzen Faust ihren musikalischen Weg fort. Während Diermaier seinem Handwerk - Schlagzeug und Perkussion - treu bleibt, integriert Peron allerhand unübliche Klangquellen in sein Bassspiel, verschiedene Streichinstrumente, Klavier und sogar eine Nähmaschine als Metronom. Tracks wie "Nur nous" und "Ich bin ein Pavian" zeigen, dass Faust nichts von ihrer Vorliebe für Avantgarde und Dadaismus verloren haben. Ausflüge ins folkloristische Gefilde ("Cavaqui-ho", "Gammes") runden das wahrhaft faustische Überraschungspaket ab.

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RICHARD PINHAS - ICELAND LP

Richard Pinhas

ICELAND LP

12inchBB3931
Bureau B
05.03.2022

Dieses Album mutet wie eine lange, nach innen gerichtete Reise an und ist wie eine Art Gegenentwurf zu den ausladenden Sci-Fi-Welten und des Prog-Bombas von Heldon; auf "Iceland" finden sich lange, erhabene Stücke neben kurzen, rohen Skizzen. Echogitarren, Rhythmusmaschinen und die verwaschenen Wärme analoger Synthesizer-Klänge erzeugen eine in ihrem Zusammenspiel eine ganz eigentümliche, unterkühlte Atmosphäre.

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HEIKO MAILE - DEMO TAPES 1984-86

Die meisten der für dieses Album ausgewählten Tracks sind Aufnahmen, die mit einem einfachen Stereo- (2-Track) Kassettenrecorder aufgenommen wurden. Die Situation im Studio sah dann ungefähr so aus: Drumcomputer (ohne Midi) und Sequenzer waren miteinander verbunden, liefen somit rhythmisch synchron. Die darin eingestellten Tonfolgen und Rhythmen wurden dann meist manuell mit Hilfe der Tastaturen auf die jeweilige gewünschte Tonhöhe transponiert. Oft wurden während dieses Ablaufs noch weitere Instrumente dazu live gespielt. Dabei wurden mit Hilfe eines Mischpults die Summe aller Tonquellen für die Aufnahme in einer Art "Live Recording" zusammengemischt. Da man bei einem Fehler immer wieder von vorne anfangen musste, und viele der Klänge nach dem Verstellen der Regler nur mit viel Akribie wieder hergestellt werden konnten, kamen mit der Zeit viele Kassetten zusammen, oft mit endlos langen und verschiedenen Versionen des gleichen Titels. Demo Tapes 1984-86 umfasst eine Auswahl aus den Anfängen der elektronischen Musik und merkwürdigen Klangwelten von Heiko Maile

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ROEDELIUS/CZJZEK - WEITES LAND

Roedelius/Czjzek

WEITES LAND

12inchBBLP376
Bureau B
31.05.2021

Vienna, the early 1980s. Krautrock, electronic and ambient pioneer Hans Joachim Roedelius, co-founder Cluster and Harmonia and saxophone free spirit Alexander Czjzek meet for the first time. Their longstanding collaboration found its climax in the fantastic album "Weites Land", which was released in 1987 for the first time, but has been out of print for many decades and became a sought-after rarity. Bureau B is pleased to make this organic jazz masterpiece finally available again!

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MICHEL BANABILA - WAH-WAH WHISPERS

Instead of archiving early works from the 1980s, Wah-Wah Whispers focuses on Banabilas more recent output.

It is a collection of works showcasing many facets of his music: a journey visiting the minimal and cinematic sample scape in the opener Take Me There, a robotic reggae-like rhythm (Tic Tac), contemplative ambient / fourth world scenes evolving into a downright funky beat (Hidden Story), the synth version of Secunde, and more. The album ends with a kaleidoscope of atmospheres gradually building up to a noise climax in Narita (the only collaboration track on the album, with Rutger Zuydervelt / Machinefabriek). No single compilation album could really do justice to the massive scope of Banabilas output since 1983, but with Wah-Wah Whispers, Bureau B did a wonderful job to facilitate a view into his more recent work (2013- 2020, with the exception of Tic Tac, which is from 2001). This album is an invitation that may lead to explore Banabilas back catalogue and dive deeper into the work of one of Hollands most creative independent artists.

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RVDS - MOODS AND DANCES 2021

Rvds

MOODS AND DANCES 2021

12inchBB365
Bureau B
29.01.2021

Der Hamburger Musiker und DJ RVDS schließt sich mit dem meditativen, ohrenschmeichelnden Klangkunstwerk "Moods and Dances 2021", einem musikalischen Geschenk aus einer Zeit, in der die Zukunft Vergangenheit sein wird, dem Label Bureau B an. Inspiriert von der sphärischen Exotik und den fantasievollen Elektroniksounds der Library Music, beschwört Richard von der Schulenburg Palmen, Pyramiden, Promenaden und Portale herauf, die vom Zentrum eines Holodecks aus beobachtet werden. Die Stücke nehmen uns mit auf eine Reise durch den wilden Geräte-Dschungel in Richards Privatstudio und lassen sich als Hommage an die Klang-Schattierungen in seiner Sammlung verstehen. Ob mit geschmolzener 303 auf dem Gipfel des Mount Acid, ob improvisierter Jazz auf den Fendertasten oder live mit Bühnen-Pathos, Richards Musik ist in jedem Fall eine eindringliche, allumfassende Erfahrung. Gut möglich jedoch, dass diese Erfahrung noch nie unmittelbarer war als auf seinem neuesten Werk.

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CONNY FRISCHAUF - DIE DRIFT

Conny Frischauf

DIE DRIFT

12inchBB3641
Bureau B
15.01.2021

Die Wiener Künstlerin Conny Frischauf verbindet in ihren Stücken Elemente aus Kraut, Leftfield Electronica und Synth Pop zu einer Musik, die Traditionen zwar spielerisch aufnimmt, diese jedoch gänzlich neu verhandelt und in einen gegenwärtigen, frischen Klang überführt. Nach Veröffentlichung der beiden EPs "Effekt & Emotion" (International Major Label, 2018) und "Affekt & Tradition" (Kame House, 2019) legt sie mit "Die Drift" nun ihr Debütalbum vor. Darauf gelingt es Frischauf experimentelle Soundstrukturen in den Mikrokosmos eines Pop-Songs zu einzubetten und daraus ein Album zu formen, das die klangliche Tiefe einer freien Musik besitzt und dennoch durch einen unwiderstehlichen Pop-Appeal auch auf einer sehr unmittelbaren Ebene funktioniert.

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POSA DIA - FRONT VIEW

Posa Dia

FRONT VIEW

12inchBB3471
Bureau B
21.10.2020

Mit "Front View" legt die Filmemacherin und Musikerin Helena Ratka alias Pose Dia ihre erste Solo-LP vor. Neben ihrer Tätigkeit als Soundtrack- und Theaterkomponistin sowie als Resident DJ im Hamburger Golden Pudel Club, machte Ratka auch als Teil des Duos Shari Vari (gemeinsam mit Sophia Kennedy) auf sich aufmerksam. All diese verschiedenen künstlerischen Wege und Abzweigungen münden nun in dem neu geborenen Projekt Pose Dia und einem Album, das zu einem beeindruckend vielschichtigen und eigenwilligen Debütwerk geraten ist.

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