30M Records News

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SABA ALIZADEH - TEMPLE OF HOPE LP

Wie lässt sich eine Ahnung von Schönheit finden inmitten von Angst und Grausamkeit. Wie lässt sich all das Unsagbare hörbar machen, aber auch Wut, Zuversicht und unbedingter Lebenswille. Mit seinem dritten Album "Temple Of Hope_Ç hat der iranische Komponist Saba Alizadeh eine bewegende Hommage an die Menschen seiner Heimat geschaffen. Die Geschehnisse während der "Woman Life Freedom_Ç-Bewegung, aber auch die Kämpfe der Bevölkerung in den Jahren zuvor setzt er in eindringliche electro-akustische Musik um. Intensiviert durch Gesang und Lyrik von Andreas Spechtl, Sanam Maroufkhani und Leila Rahimi. In seinen Kompositionen kombiniert Saba Alizadeh das traditionelle Saiteninstrument Kamanche und Streicher mit modularem Synthesizer und No-Input-Mixer. So entsteht ein spannungsgeladener Sound, der vor allem die Sprachlosigkeit und Zerrissenheit zwischen Leid, Aufbegehren und Hoffnung auslotet. Historische Radio-Sequenzen verwurzeln seine Stücke in der Kultur und Geschichte des Landes. Die starke Verfremdung und Dekonstruktion dieser akustischen Elemente verweist wiederum auf das Unbegreifliche. Auf existentielle Erschütterungen und Auflösungsprozesse. In seinem "Temple Of Hope_Ç versammeln sich Mut und Zuversicht. Denn Saba Alizadehs vielschichtige Stücke mögen zwar oftmals wie ein Widerhall des Entsetzens wirken. Doch zugleich entfalten sie eine eigene erschütternde Schönheit.

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Esfand - PILTAN LP

Esfand

PILTAN LP

12inchSMR71
30M Records
14.06.2024

Esfand ist der letzte Monat des persischen Kalenders, der mit dem Nouruz-Frühlingsfest endet. Seit 2020 ist ESFAND auch eine Band - bestehend aus dem Iraner Rouzbeh Esfand und dem Neuseeländer Patrick Stewart. Ein Duo, das traditionelle iranische Folk-Elemente mit westlichen Beats und Vocal-Features bekannter exil-iranischer Künstler*innen zu etwas völlig Neuem verschmilzt. Ihr Debütalbum "Piltan" ist ein fulminant tanzbares Statement ohne Anflüge von Ethno-Kitsch. Pure Instinktmusik. "Wir haben die Samples ausschließlich aus musikalischen Gesichtspunkten ausgewählt. Das Folk-Element in unserer Musik ist groß, aber es ist nicht unsere Aufgabe, die Reinheit dieser Kultur zu wahren. Wir werfen iranische Traditionen nicht weg, wir behalten einfach die, die am besten passen. Am Ende des Tages sind alles nur Sounds." "Piltan" ist eine akustische Reise quer durch ein riesiges Land voller kultureller Eigenheiten: von den Zar-Ritualen aus dem Persischen Golf im Süden zum Reiter-Volk der Bachtiaren im Südwesten, bis hin zu den Qaschqai im Westen und zu den Kurden im nordwestlichen Iran mit ihren Derwisch-Ritualen. Die ersten beiden Songs haben ihren Ursprung in den repetitiven Rhythmen der Zar-Rituale, bei denen der Dämon Zar Personen in Form eines Windes befällt. Der Begleiter der zu behandelnden Person wiederholt bestimmte Phrasen immer wieder, um den Patienten in Ekstase zu versetzen. Auf die von Handtrommeln befeuerten Techno-Beats in "Bibi Saghi" folgen die düster-hektischen Synthie-Grooves von "O"seda". Ob der dunkle Dub von "Shawl" oder die maschinell stampfenden "Zar Bits" und "Without Foot, Without Head" - alle acht Songs sind raffinierte Produktionen auf höchstem technischem Niveau. Auf zwei Songs ist der Sänger und Perkussionist Habib Meftah vertreten (Rouzbeh: "Ich liebe seinen Instinkt für Songs!"). Auf "Shawl" gastiert Mohsen Namjoo, der sich ähnlich viel mit Folklore befasst hat und hier Texte der bekannten iranischen Dichter Daqiqi und Farrukhi Sistani singt. Aus einer jüngeren Generation stammt die Londoner Sängerin Misagh Moradi. Ihr "Without Foot, Without Head" basiert auf Texten des weltbekannten Dichters Rumi. Sich im Moment verlieren, sich dem Rhythmus hingeben, ganz unabhängig vom eigenen Hintergrund - das geht mit der jahrhundert- und grenzüberschreitenden Musik von ESFAND. Loslassen, abschalten, ohne Kopf und Füße zu kontrollieren. Darum geht es ESFAND. Übersetzt heißt es im Text von "Without Foot Without Head": "Oh du mit der anmutigen Taille, wirbele herum! Tanze weiter!"

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SABA ALIZADEH - I May Never See You Again

Mit "I May Never See You Again" veröffentlicht der iranische Komponist, Musiker und Virtuose der Kamanche-Geige, Saba Alizadeh am 08. Juli 2021 sein erstes Album auf dem neu gegründeten Hamburger Label 30M. Wie schon auf seinem Debütalbum "Scattered Memories" aus dem Jahr 2019 vermischt der 37-jährige Saba Alizadeh seine instrumentale Virtuosität mit sphärischer Elektronik, Samples persischer Musikinstrumente und Feldaufnahmen aus seiner Heimatstadt Teheran. Geboren 1983 in Teheran als Sohn des weltberühmten Tar- und Setar-Virtuosen Hossein Alizadeh, studierte Saba die iranische Kamanche-Geige mit Saeed Farajpoury und Keyhan Kalhor sowie Fotografie und später experimentelle Klangkunst mit Mark Trayle am California Institute of the Arts, Los Angeles. Geprägt von den konzeptuellen Herangehensweisen, wie sie dort gelehrt wurden, basiert Saba Alizadeh seine Musik auf iranischen Traditionen und Skalen, um sie im nächsten Schritt zu dekonstruieren und zu abstrahieren. Im Ergebnis begeistern die neun meist instrumentalen Tracks auf "I May Never See You Again" als klanglich ausdifferenzierte Meditationen über das Thema Erinnerung - einerseits wird die Glaubwürdigkeit und Belastbarkeit der eigenen Erinnerung musikalisch seziert, andererseits geht Saba Alizadeh z.B. in dem Track "Silences Inbetween" durchaus auch konzeptuell vor, wenn er die Atempausen der Stille in Reden von Diktatoren aus vergangenen Zeiten in akustischen Hallräumen so sehr verstärkt, dass diese Stille als Distortion hörbar wird. "Wie", fragt Saba Alizadeh, "hätte sich die Weltgeschichte verändert, wenn das Publikum in diesen Atempausen nicht andächtig geschwiegen, sondern aufbegehrt hätte?" Das Schweigen der Massen, davon berichtet "Silences Inbetween", ist also keineswegs bloß neutraler Klang oder Geräusch, sondern es besteht aus hochgradig aufgeladenen Schwingungen, die, an historischen Orten bis zur Unkenntlichkeit amplifiziert, von einer (nicht eingetretenen) Utopie berichten, einem anderen Verlauf der Weltgeschichte. Es ist in diesem Sinne vermutlich eine Fügung des Schicksals, dass sich Saba Alizadeh 2016 in Berlin mit Andreas Spechtl, dem Sänger der Band Ja, Panik anfreundete, kurz bevor Spechtl im Rahmen einer Artist Residency für ein einige Monate nach Teheran zog. Andreas Spechtl wurde im deutschsprachigen Raum vor allem dank seiner Songtexte berühmt, in denen er die Wörter ähnlich abstrakt dekonstruiert wie Saba Alizadeh die Musik. Auf "I May Never See You Again" kollaborieren Spechtl und Alizadeh auf den beiden Tracks "Phasing Shadows" und "Touch". Saba Alizadeh kollaborierte zudem noch mit der elektroakustischen Soundkünstlerin Rojin Sharafi, einer gebürtigen Iranerin, die mittlerweile in Wien lebt. Mit ihr komponierte Saba den Track "Hybrid". Nicht zuletzt wegen der anhaltenden Pandemie arbeiteten die beiden virtuell zusammen, indem sie sich Tonspuren über das Internet austauschten - auch daher der Titel "Hybrid". Mit seinen handverlesenen Kollaborationen und vor allem dank seines ausdifferenzierten Klangraums ist "If I Ever See You Again" bereits jetzt eines der herausragenden elektroakustischen Alben des Jahres. Beeinflusst von iranischer Harmonik, Musique concrète und ausgefeilter, zukunftsweisender Beat Science stehen die insgesamt neun Songs von Saba Alizadeh für einen unfassbar spannenden Akt gegenseitiger Inspiration - wenn sich iranische Skalen und westliches elektroakustisches Verständnis kraftvoll vereinigen.

pré-commande09.07.2021

il devrait être publié sur 09.07.2021


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Various - THIS IS TEHRAN?

Various

THIS IS TEHRAN?

12inchSMR002LP
30M Records
16.06.2021

Tehran - Iran's cultural melting pot with a population of 15 million. There is a broad and lively music scene here, about which little is known in the West. Here, traditional music from Baluchistan in the south or Kurdistan in the west meets the hip trends of the metropolis.
"This Is Tehran?" invites you to discover this music scene and marvel at its diversity. From Contemporary Classical Sounds with Saba Alizadeh on the Iranian spiked fiddle Kamanche or Siavash Molaeian together with Kasra Faridi on the piano to the well-known experimental electronic musician Ata "Sote" Ebtekar.

The electronic beats of a cooperation of Ehsan Abdipour and Andreas Spechtl stand naturally next to almost jazzy sounds of a Parastoo Ahmadi or Mina Momeni. The Otagh Band invites you to the dark, trip-hop laden Rotenburg, which they wrote about the cannibal of Rotenburg.

"This Is Tehran?": a showcase of Iranian music that makes one curious and invites you on a musical journey, as we have certainly not imagined!

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