il devrait être publié sur 29.07.2022
quête:gisbert zu knyphausen
- 1
il devrait être publié sur 29.07.2022
Der Plan sah vor, im Frühjahr 2023 direkt wieder ins Studio zu gehen, bei dem alten Freund Paul Grau in Motril, Spanien. Noch euphorisiert von der gelungenen Herbst-Tour machten Gisbert zu Knyphausen, Moses Schneider und Tobias "der dünne Mann" Friedrich Nägel mit Köpfen und buchten, was zu buchen war. Einziges Problem: sie hatten keinen einzigen neuen Song. Aber man wächst an seinen Aufgaben, nicht wahr? Irgendwo in der untersten Schublade, hinter der Rolle Zwirn, dem Anspitzer und der Ballpumpe lag dann doch noch das ein oder andere Instrumental, ein halbes Lied, ausgeschwitzte Reime und drei angebissene Texte. Um Weihnachten herum kamen in einem klammen, kleinen Übungsraum noch diverse ganz neue Stücke hinzu. Im Januar 23 traf sich die Husten-Delegation mit der Live-Ergänzungsmaschine Marcus Schneider (Gitarre), Ben Lauber (Schlagzeug) und Arne Augustin (Keyboard), um 15 oder 16 neue Lieder zu arrangieren. Obwohl Motril nicht mit Wärme und Sonne geizte, sahen sich am Ende der zwölftägigen Aufnahmen alle etwas verwundert an ob der Düsternis der Stücke. Wie sollte man das Konvolut sinnvoll auf einem Album anordnen? Also alles auf Schwarz. Von dunkel nach hell.Auf dem Weg kommt man aus dem dystopischen "Bis morgen, dann" an der Trauer von "Ja und ja" vorbei, schaut "Elli" dabei zu, wie sie unter die Armutsgrenze rutscht, bettelt "Lass mich bitte nicht in Ruh", blickt auf "Die andere Seite der Angst", sieht dem verblichenen Träumer Achim hinterher, tanzt "Nüchtern im Club", stellt sich hinter dem "Flamingo Hotel" ein paar philosophische Fragen, erinnert sich an ferne Tage und "Weiße Tiger" und bittet die Welt um Vergebung, da der perfekte Song auch mit "Für immer und ewig" nicht gelungen ist. Am Ende erschien es nur logisch, das Album "Aus einem nachtlangen Jahr" zu nennen.Ladies and Gentlemen: Aus einem nachtlangen Jahr - wohin auch immer. PS: Es passt sprichwörtlich ins Bild, dass die Berliner Künstlerin Tina Berning an wunderschöner Melancholie kaum zu überbietende Zeichnungen beisteuerte, für die Dunja Berndorff das perfekte Artwork fand.
il devrait être publié sur 29.09.2023
Der Plan sah vor, im Frühjahr 2023 direkt wieder ins Studio zu gehen, bei dem alten Freund Paul Grau in Motril, Spanien. Noch euphorisiert von der gelungenen Herbst-Tour machten Gisbert zu Knyphausen, Moses Schneider und Tobias "der dünne Mann" Friedrich Nägel mit Köpfen und buchten, was zu buchen war. Einziges Problem: sie hatten keinen einzigen neuen Song. Aber man wächst an seinen Aufgaben, nicht wahr? Irgendwo in der untersten Schublade, hinter der Rolle Zwirn, dem Anspitzer und der Ballpumpe lag dann doch noch das ein oder andere Instrumental, ein halbes Lied, ausgeschwitzte Reime und drei angebissene Texte. Um Weihnachten herum kamen in einem klammen, kleinen Übungsraum noch diverse ganz neue Stücke hinzu. Im Januar 23 traf sich die Husten-Delegation mit der Live-Ergänzungsmaschine Marcus Schneider (Gitarre), Ben Lauber (Schlagzeug) und Arne Augustin (Keyboard), um 15 oder 16 neue Lieder zu arrangieren. Obwohl Motril nicht mit Wärme und Sonne geizte, sahen sich am Ende der zwölftägigen Aufnahmen alle etwas verwundert an ob der Düsternis der Stücke. Wie sollte man das Konvolut sinnvoll auf einem Album anordnen? Also alles auf Schwarz. Von dunkel nach hell.Auf dem Weg kommt man aus dem dystopischen "Bis morgen, dann" an der Trauer von "Ja und ja" vorbei, schaut "Elli" dabei zu, wie sie unter die Armutsgrenze rutscht, bettelt "Lass mich bitte nicht in Ruh", blickt auf "Die andere Seite der Angst", sieht dem verblichenen Träumer Achim hinterher, tanzt "Nüchtern im Club", stellt sich hinter dem "Flamingo Hotel" ein paar philosophische Fragen, erinnert sich an ferne Tage und "Weiße Tiger" und bittet die Welt um Vergebung, da der perfekte Song auch mit "Für immer und ewig" nicht gelungen ist. Am Ende erschien es nur logisch, das Album "Aus einem nachtlangen Jahr" zu nennen.Ladies and Gentlemen: Aus einem nachtlangen Jahr - wohin auch immer. PS: Es passt sprichwörtlich ins Bild, dass die Berliner Künstlerin Tina Berning an wunderschöner Melancholie kaum zu überbietende Zeichnungen beisteuerte, für die Dunja Berndorff das perfekte Artwork fand.
il devrait être publié sur 29.09.2023
Eigenartige, schmutzige Geschichten über Unglück. Ohne lange zu überlegen, griff Fushigi nach dem Album, dessen buntes Cover aus der Wand mit den Zeitschriften, Büchern und Schallplatten herausragte. Neben den japanischen Schriftzeichen konnte sie auf der Hülle auch die deutschen Worte Husten und "Aus allen Nähten" erkennen. Fushigi bezahlte und machte sich zuhause daran, die auf Vinyl versammelten Lieder zu erforschen. Obwohl sie nur Bruchstücke der fremden Sprache verstand, träumte sie in der Nacht von der in einem Song beschriebenen Nahtoderfahrung, von dem Mann, der sich in einem anderen Lied in eine Vaterschaft hinein illusioniert, schreckte um Viertel vor drei hoch, weil sie sich sicher war, dass - wie auf Platte - eine Krankenschwester um diese Zeit anrufen würde. Später sah sie im Schlaf das gelbe Haus der Ausgestiegenen und durchlebte die in szenischen Miniaturen geschilderte tragische Lebensliebesgeschichte eines anonymen Paares. Hörte noch im morgendlichen Halbschlaf neben dem deutschen Sänger die Schweizerin Sophie Hunger nachhallen. Sofort nach dem Frühstück recherchierte Fushigi und fand heraus, dass "Aus allen Nähten" nach vier EPs das erste Husten-Album war. Warum es ein unglücklicher Zufall in dieser an Zufällen und glücklichen Unglücken so reichen Band-Geschichte war, dass deren Mitglieder Moses Schneider, Gisbert zu Knyphausen und der dünne Mann sich 2019 entschlossen hatten, ihre Tour 500 Tage im voraus anzukündigen und die Pandemie daraus über 1.200 Tage zwischen Mitteilung und Konzertbeginn machte. Sie erfuhr von der anfänglichen fluxusartigen Liederresteverwertung der Musiker, die inzwischen einer live aufnehmenden Band gewichen war. Doch kreidebleich wurde Fushigi erst, als sie las, dass jemand sie selbst ausschließlich für das Info der Band erfunden hatte.
il devrait être publié sur 15.09.2023
- A1: Zwei Himmel
- A2: Die Rückkehr Zur Normalität
- A3: Die Durchnummerierten Im Irish
- A4: Paloubet Yoga
- A5: Gegen Die Vernunft
- B1: Bad Hair Day
- B2: Pony
- B3: Moderation
- B4: Astronaut*Innen Halali
- B5: Das Letzte Kommando (Feat. Gisbert Zu Knyphausen)
- B6: Moderation
- B7: Kommst Du? (Feat. Gisbert Zu Knyphausen)
- C1: Wer Kann Sich Schon Entscheiden (Feat. Gisbert Zu Knyphausen)
- C2: Helm Ab Zum Gebet
- C3: Heiliges Fernweh
- C4: Nach Diktat Verreist
- C5: Die Umarmung Der Magneten
- D1: Das Imperium Rudert Zurück
- D2: Arschloch, Wixer, Hurensohn! (Feat. Gisbert Zu Knyphausen)
- D3: Penn' Könn
- D4: Hundeherz
- D5: Zuweitwegmädchen
Vielleicht ist es der federleichte Groove von FORTUNA EHRENFELD, der die zuweilen tiefe Melancholie in Bechlers Texten in strahlende Freude in den Augen ihres Publikums umzuwandeln vermag.
Mit einem Konzert in der ausverkauften Kölner Philharmonie markiert die Kölner Indie Kult Band den vorläufigen Höhepunkt einer jungen Karriere, die gerade einmal vier Jahre vorher in den professionellen Musikbetrieb entlassen wurde. Was für eine Geschichte.
Gisbert zu Knyphausen rundet dieses Konzerterlebnis in gewohnt souveräner Intensität zu einem denkwürdigen Abend ab. Fortuna in unwiderstehlicher Bestform!
il devrait être publié sur 07.10.2022
- 1






