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DRY CLEANING - NEW LONG LEG

Dry Cleanings fiebriger Post-Punk klingt wie kein anderer Sound zurzeit. Bassist Lewis Maynard, Drummer Nick Buxton und Gitarrist Tom Dowse kennen sich schon eine kleine Ewigkeit und hatten schon diverse gemeinsame Bandprojekte zusammen. Die neue Band der Londoner entstand 2017 nach einem Karoke-Abend, bei dem sie Florence Shaw kennenlernten. Shaw, die vorher nie gesungen hatte, wurde zur Stimme der Band. Binnen weniger Monate entstanden die ersten Songs; die Texte handeln von Neurosen, seltsamen YouTube-Kommentaren und den normalen Dingen des Lebens. Shaw ist eine gute Beobachterin und eine Archäologin des Alltags. Der ungeschminkte Sound von Dry Cleaning bietet Shaws Geschichten dabei eine berauschende Klangkulisse. 2020 waren nach zwei EP-Veröffentlichungen und Touren durch englische Clubs Konzerte in den USA und Europa geplant, aber wegen der Pandemie saß die Band stattdessen im britischen Lockdown. Die Zeit nutzte man, um weitere Songs zu schreiben und das Debütalbum mit John Parish als Produzent in dessen Rockfield Studios aufzunehmen. "New Long Leg" wird die Musikwelt im Sturm erobern.

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THE ANTIKAROSHI - EXTRACT.TRANSFORM.DEBASE.

180g schwarzes Vinyl. EXTRACT. TRANSFORM. DEBASE. ..ist das fünfte Album von The Antikaroshi und es benötigte 5 Jahre um das Licht der Welt zu erblicken. Thematisch beschreibt es den Kreislauf unserer derzeitigen Gesellschaft, der vor allem auf Geschwindigkeit setzt und somit Oberflächlichkeit generiert. Eine Metapher, in der letztendlich nur noch Überschriften zählen, die man im Vorbeirauschen wahrnimmt. Dabei liefern The Antikaroshi ein Album ab, das vor allem Dinge in Frage stellt, das sich mit der eigenen Rolle spielerisch ebenso auseinandersetzt wie mit konkreten Dissonanzen unserer Gesellschaft wie Autoritätshörigkeit und Machismo. Musikalische Konfliktverarbeitung. War ihr Sound in den Anfangstagen noch sehr in der Nähe von Bands wie Fugazi, Faraquet oder Shudder To Think - den Protagonisten des DC Undergrounds zu verorten- so hat sich die Band im Laufe der Jahre ihr ganz eigenes Musikuniversum geschaffen! Extract. Transform. Debase. wurde im Herbst 2020 eingespielt und von Nikolaus@Chaos-Audio gemixt und produziert. Artwork: Matt Irwin (A Whisper In The Noise)

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John Tejada - Year Of The Living Dead 2x12"

With his new album, Year Of The Living Dead, Vienna-born and LA-based producer John Tejada finds a blissful extended moment of balance between the new and the familiar. Anyone who’s followed his career to date, which has included four previous albums for Kompakt, outings for storied labels like Plug Research, Playhouse and Cocoon, and numerous remixes and collaborations – most recently, his Wajatta duo with actor and musician Reggie Watts – will immediately sense the warmth and eloquence that Tejada brings to his gilded, pliant techno and electro hybrids. But there’s more here, too; an explorer’s glimmer in the producer’s eye, as he gets to grips with new ways of working and being, while offering a reflective opening for the listener, something echoed in artwork by graphic designer and ‘contemplative artist’ David Grey.

“The album was started using tools I was unfamiliar with, which became an interesting exploratory process,” Tejada says. “Staying away from the obvious and having to re-learn simple things was a fun challenge.” You can hear these new creative pulsions pushing the eight tracks on Year Of The Living Dead ever-forward; the album has an unique cast, and though there are trace elements of the genres Tejada has indulged previously, he’s never quite put them together this way before. There’s the dubwise glitter sprinkled across the moody opener “The Haunting Of Earth”, the kind caresses found amongst the deftly woven textures of “Sheltered”, and the churchy melancholy, all hymnal and golden, of “Echoes Of Life”.

Year Of The Living Dead also speaks obliquely to its moment, though Tejada works this implicitly, allowing the strange circumstances of 2020 to cast their inevitable shadow without being obvious or didactic. “The production process began right before lockdown and continued through what felt like a very serious time for all of us,” he recalls. “Not being able to see or touch our loved ones made me feel we are all like ghosts. We can observe from a distance but cannot really be there. We are isolated and alone.” And yet, Year Of The Living Dead’s tenderness offers an out for that anxiety and loneliness, its intimate immensities gifting the album a redemptive and compassionate core. Compact and glistening, Year Of The Living Dead sculpts unassuming beauty.

Mit seinem neuen Album “Year Of The Living Dead“ findet der in Wien geborene und in Los Angeles lebende Produzent John Tejada die richtige Balance zwischen Neuem und Vertrautem. Wer seine bisherige Karriere verfolgt hat, seine vier Alben für Kompakt, Beiträge für Labels wie Plug Research, Playhouse und Cocoon, zahlreiche Remixe und Kollaborationen wie zuletzt das Projekt Wajatta zusammen mit dem Schauspieler und Musiker Reggie Watts, spürt sofort wieder die Wärme und Eloquenz, die Tejada in seine geschmeidigen Techno-Elektro-Hybride einbringt. Doch es geht auch noch einen Schritt weiter. Da ist dieses Aufblitzen des Entdeckers im Auge eines Produzenten, der sich mit neuen Arbeits- und Seinsweisen auseinandersetzt und dem Zuhörer gleichzeitig etwas sehr Offenes und Nachdenkliches anbietet, etwas, das im Artwork des Grafikdesigners und "kontemplativen Künstlers" David Grey nachklingt.

"Ich hatte angefangen, das Album mit mir noch unbekannten Tools zu produzieren, was sich zu einem interessanten Forschungsprozess für mich entwickelte", sagt Tejada. "Sich vom allzu Offensichtlichen zu trennen und einfache mal Dinge neu lernen zu müssen, war eine recht spaßige Herausforderung.“ Man kann diese neuen kreativen Impulse hören, die “Year Of The Living Dead“ auf einer Länge von 8 Tracks nach vorne treiben; das Album hat einen einzigartigen Ansatz, denn obwohl es Elemente der Genres gibt, denen Tejada zuvor gefrönt hat, hatte er sie doch noch nie zuvor so zusammengefügt wie hier. Da ist dieses dubbige Glitzern im atmosphärischen Opener "The Haunting Of Earth", die freundlichen Zärtlichkeiten, die man in den Texturen von "Sheltered" findet, und schließlich die heilige Melancholie im hymnischen "Echoes Of Life".

Auch “Year Of The Living Dead“ enthält Andeutungen auf die momentane Situation und erlaubt es, den seltsamen Umständen des Jahres 2020, ihren unvermeidlichen Schatten zu werfen, ohne dabei zu offensichtlich oder gar belehrend zu sein. "Der Produktionsprozess begann kurz vor dem (ersten) Lockdown und setzte sich in einer Zeit fort, die sich für uns alle als eine sehr ernste Zeit anfühlte", erinnert er sich. "Da wir nicht in der Lage waren, unsere Lieben zu sehen oder zu berühren, hatte ich das Gefühl, dass wir alle wie Geister sind. Wir können nur distanzierte Beobachter sein, aber wir können nicht wirklich anwesend sein. Wir sind isoliert und allein." Und doch scheint die Zärtlichkeit von "Year Of The Living Dead" einen Ausweg aus dieser Angst und Einsamkeit anzubieten, die grenzenlose Intimität des Albums enthält einen erlösenden und mitfühlenden Kern. Derart konsistent und schillernd formt "Year Of The Living Dead" eine unprätentiöse Schönheit.

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VARIOUS - KEB DARGE PRESENTS ATOMIC RHYTHM!
 
32

Nach Crazy Rhythms Of Mata Hari, Shake Your Bones, dem Cool Cat Club und Born To Hula! Folgt nun der 5. Teil der DJ-Set Serie auf Stag-O-Lee. Wie auch bei den Vorgängern handelt es sich hier um einen auf 80 Minuten eingedampftes DJ-Set von einem verdienten Recken der Zunft - Keb Darge. Gaz Mayall folgt direkt mit Volume 6. Linernotes: Rockabilly didn't cross my world until the early nineteen eighties at a Dirtbox weekender in Bournemouth, until then I was a pure northern soul boy. I didn't really get stuck into collecting the stuff until a decade later, but when I did what a wonderful world of tunes opened up to me, and I went wild on it. I was very lucky to be doing a record stall in Camden market at the time just across from Boz Boorer and Neil Scott's stall. They along with other serious collectors Dave Vickers, Barney Koumis, Cosmic Keith, Jim Fox, Dave Crozier, and many others taught me all I needed to know. I only ever made one great rockabilly discovery which none of them knew, "Little Bit Lonesome" by Charles Ross, but I was happy enough buying all their recommendations as they were all new and exciting for me. I have done several rockabilly comps before, but sadly the Philippines typhoon in 2013 destroyed my village and forced me to sell the bulk of my collection. Here are some of my favourites that I never got round to putting out before that happened. Two of the aforementioned collectors are no longer with us. I therefore dedicate this comp to Dave Vickers and Cosmic Keith who both had a huge influence on my life and my musical taste.

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DEGURUTIENI - DARK MONDO

Degurutieni

DARK MONDO

12inchVR12118
Voodoo Rhythm
15.01.2021

"From Nishinari Osaka Japan Weird Wild Obscure Spooky exotica burlesque toy junk Muzak Trash One Man Band music made with broken cassette desks and fucked up record players feat members of (Acid Mother Temple)" - VRR 20202 Vinyl LP, starker Karton, bedruckte Innenhülle, Download inklusive. Willkommen in der wilden obskuren und seltsamen Welt von DEGURUTIENI und seiner ONE MAN BAND. teuflisch exotischer Striptease Kinder Spielzeug Krach mit ausgedientes Tonbandgerät und zerbrochenen Plattenspielern mit Mitgliedern von ua Acid Mother Temple in einigen Songs. Dies hier ist eine Zusammenstellung mit älteren Songs (selbst Veröffentlichungen und auf kleinst Labels) und viele neue Songs die noch nie vorher veröffentlicht wurden. Ich dachte, es ist an der Zeit, dass die Welt etwas über DEGURUTIENI erfährt (ich hatte Wochen, bis ich seinen Namen richtig buchstabieren konnte, hahaha ) Er tourt ständig durch die ganze Welt (pre Covid-19) und tritt in regulären Konzertsälen sowie in Theatern, Kunstgalerien oder sogar auf der Straße auf. wenn man ihn zum ersten mal sieht ist es eine Lebens Erfahrung die man nicht wider vergisst und es bleibt ein großes Lächeln im Gesicht und ein verzerrtes Fragezeichen in deinem Gehirn. Alco Degurutieni wurde Ende der 60er Jahre im Nishinari Ghetto von Osaka geboren (Alco Degurutieni: Diese Zeit in den 1970er Jahren war eine harte Zeit für alle, einmal im Monat Unruhen auf den Straßen. Rot Licht viertel Prostitution und die Yakuza-Mafia waren uns vertraut. Diese Erinnerungen an ein jugendliches Chaos sind seitdem ein Katalysator für mein Peter-Pan-Syndrom.) Degurutieni schafft Harmonie durch Gegenüberstellung, indem er ihnen Melodie aus Chaos und Dekadenz aus Abfall extrahiert. Mit 13 Jahren bekam er seine erste Boombox und wurde der beste Kunde in seinem örtlichen Leih-Platten und Trödler laden. Er arbeitete sich durch alle Genres von den Beach Boys bis zum Black Sabbath. Ab 16 Jahren begann er, seine eigenen Songs mit den einzigen Dingen zu kreieren, zu denen er Zugang hatte; Müll, umgebaute Kinderspielzeuge und ein ausgedientes Tonbandgerät. All dies spielt noch heute eine wichtige Rolle in seiner Musik. Auf diesem Album findest du ,Acme in the afternoon, ein komplett Hit, Tom Waits Blues Jazz Burlesque, dann mit ,Blur Blur Blur, hörst du ihn super minimalistisch und verloren im All Blues, oder den unglaublichen ,Midnight Express' mit einem orientalischen Trash-Flair der dich in einen neuen Blade Runner film katapultiert, und Zigeuner Fanafare und Rock'n'roll in ,13th Floor City ' zusammen mit: Orchester du Belgistan (aus Belgien) oder mein favorit ,Dreaming party' das wie ein psychedelischer horror film Soundtrack daher kommt LINE UP Alco Degurutieni (mostly all instuments) aditional Musissians on the Album Jyonson Tsu (ACID MOTHERS TEMPLE) Machiko Kuniki (Sujiko Sumoguri) Akiyoshi Kajitani (MOHIKAN FAMILIES) Atsushi Sekitani Watanbe (BRO TÜRK,PATO LOL MAN) Naoya Takami (Ichibanboshi Crue) Kwandae Park (UMA UMA UMA) Akira Ohno Tadahiro Ishihara Keigo Matsunaga (Rock'n'TASUKE'Roll & THE CAPTAIN SWING,MOHIKAN FAMILY'S) Tom Manoury (Orchestre du Belgistan) Mbengue Ndiaga Jordi Grognard (YOKAI) Akiko Igaki (TAYUTAU,COLLOID) Kiri Mochida Takeo Touyama (PATO LOL MAN) Shuichi Hirose (HUMNED) Takeo Touyama (PATO LOL MAN)

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WhoMadeWho - Synchronicity 2x12"

Whomadewho

Synchronicity 2x12"

2x12inchKOM427
Kompakt
11.12.2020

“We have always been very fortunate to meet and know many talented producers. In recent years, we have been exploring those relationships with different remixes and collaborations, and every time something exciting came out. That’s why we started our Synchronicity project. To challenge ourselves making inspiring, fun and beautiful music.‘Synchronicity’ means "the simultaneous occurrence of events which appear significantly related but have no discernible causal connection. This very well describes how our path led to the place we are now – somewhere between the club and indie scenes.” – WhoMadeWho

KOMPAKT welcomes back Copenhagen’s WhoMadeWho. Tomas Barfod’s penchant for electronic music poetically juxtaposed with Tomas Høffding and Jeppe Kjellberg’s respective backgrounds in rock and jazz, gives their music an electrifying combination of sounds, merging a variety of influences to produce a unique sonic fingerprint that is emotive, irresistible and immensely satisfying.

Though we both have yet to strike a note together since the release of their 2012 full length “Brighter” (KOM 254), WhoMadeWho have been remarkably productive. With two full lengths, a DJ mix for Watergate’s series and releasing two of 2019’s most played out club tracks together with Rampa (Innervisions) and Artbat (Watergate Records), the trio have found themselves diving more and more into the world of electronic music, tapping into their goldmine of connections within the scene to spearhead an array of collaborations.

Synchronicity is all about ‘meaningful coincidences’ – bringing interpretation to bear on connections that have no actual causal relationship. It’s a canny concept to pin onto Copenhagen trio WhoMadeWho’s latest album, which sees them return to Kompakt for the first time since 2012’s Brighter.

This re-established connection helps us to understand the synchronicity at play, the way that the WhoMadeWho core ave built an album around collaboration with friends and peers, much as Kompakt is all about cross-connections and family. On Synchronicity, WhoMadeWho call on friends old and new – Michael Mayer, Echonomist, Adana Twins, Alex Boman, Robag Wruhme, Frank Wiedemann, Sainte Vie, Mano Le Tough, Marc Piñol, Rebolledo, and Perel is the cast list; WhoMadeWho direct the material, shaping it into one lovingly flowing gem of dance-pop glory.

There’s something particularly generous about hearing an album as all-inclusive and open-hearted as Synchronicity in the midst of the profound social and cultural shifts we’re currently experiencing. While some songs on Synchronicity were recorded together, in real time, such as the collaborations with Adana Twins and Rebolledo, most of them have taken place via long distance, thanks to the pandemic lockdown. But you don’t need to know who was where to understand either the magnesium-flare melancholy of “Sooner”, recorded with Piñol, which has you holding your breath with the gentle thrill of the song’s lush melody, or the stomping strut of the following Adana Twins collaboration, “Shadow Of Doubt”.

Elsewhere, there’s the stentorian robot voice at the heart of “Hamstring”, where they’re joined by Michael Mayer; the lustrous headsoak of “Twenty Tears”, a tender intervention by Rebolledo; the strip-light, slow-motion disco strut of “Cecil”, produced alongside Echonomist; or the glittering, arpeggio dreamwork that Perel helps sculpt into shape on “Der Abend birgt keine Ruh.”… Really, there’s so much to celebrate here, a panoply of pleasures. From pop revelations to dancefloor delirium to slow-burning brooders, Synchronicity is just that; a space for the joys of the unexpected to collide, and to be given meaning by their coincidental co-existence in WhoMadeWho’s beautiful world.

"Wir hatten immer schon das Glück, viele talentierte Produzenten kennenzulernen. In den letzten Jahren haben wir diese Beziehungen durch verschiedene Remixe und Kollaborationen vertieft und jedes Mal kam etwas Aufregendes dabei heraus. Aus diesem Grund haben wir unser Synchronicity-Projekt gestartet: um uns selbst herauszufordern inspirierte, lustige und schöne Musik zu machen. “Synchronizität” bedeutet das gleichzeitige Auftreten von Ereignissen, die scheinbar in einem signifikanten Zusammenhang stehen, aber keinen erkennbaren kausalen Zusammenhang haben. Das beschreibt sehr gut, wie unser Weg zu dem Ort geführt hat, an dem wir jetzt sind - irgendwo zwischen der Club- und der Indie-Szene". – WhoMadeWho

KOMPAKT freut sich über Rückkehr der Kopenhagener Band WhoMadeWho. Tomas Barfods Vorliebe für elektronische Musik im poetischen Kontrast zu Tomas Høffding und Jeppe Kjellbergs jeweiligem Hintergrund im Rock und Jazz macht ihre Musik zu einem elektrisierenden Konglomerat, in das verschiedene Einflüsse zu einem einzigartigen klanglichen Fingerabdruck verschmelzen: gefühlvoll, unwiderstehlich und immens befriedigend.

Obwohl wir seit der Veröffentlichung von "Brighter" (KOM 254) in 2012 keine gemeinsamen Dinger gedreht haben, waren WhoMadeWho in der Zwischenzeit bemerkenswert produktiv. Mit zwei Full-Length-Alben, einem DJ-Mix für die Watergate-Reihe und der Veröffentlichung von zwei der meistgespielten Clubtracks aus dem Jahr 2019 zusammen mit Rampa (Innervisions) und Artbat (Watergate Records), taucht das Trio mehr und mehr in die Welt der elektronischen Musik ein. Für ihre Kollaborationen greifen WhoMadeWho immer wieder auf ihre Goldgrube an Bekanntschaften innerhalb der Szene zurück.

Bei “Synchronicity” geht es um "sinnvolle Zufälle" - also um die Interpretation von Verbindungen, die keinen tatsächlichen Kausalzusammenhang haben. Es ist ein ausgeklügeltes Konzept, das dem neuesten Album des Kopenhagener Trios WhoMadeWho anheftet: Diese wieder hergestellte Verbindung hilft uns, die Synchronizität im Spiel zu verstehen; die Art und Weise, wie WhoMadeWho ein Album um die Zusammenarbeit mit Freunden und Gleichgesinnten herum aufgebaut hat: schließlich geht es auch bei Kompakt um Querverbindungen und Familie. Auf Synchronicity richten sich WhoMadeWho an alte und neue Freunde: Michael Mayer, Echonomist, Adana Twins, Axel Boman, Robag Wruhme, Frank Wiedemann, Terr, Sainte Vie, Mano Le Tough, Marc Piñol, Rebolledo und Perel stehen auf der Liste. Das Trio führt Regie und sorgt für den Feinschliff. Das Ergebnis: ein echtes Juwel aus Dance, Pop und Glorie.

Inmitten der tiefgreifenden sozialen und kulturellen Veränderungen, die wir derzeit erleben, ist es etwas Besonderes, ein Album zu hören, das so offenherzig ist wie “Synchronicity”. Zwar wurden einige Songs gemeinsam und in Echtzeit aufgenommen – etwa die Kollaboration mit den Adana Twins und Rebolledo – die meisten Sessions fanden aufgrund der Pandemie jedoch über größere Entfernungen statt. Letztlich muss man aber gar nicht wissen wer wo war, um die Melancholie von "Sooner" mit Marc Piñol zu verstehen und im sanften melodischen Rausch des Liedes den Atem anzuhalten. Auch die eher brachiale Energie der darauf folgenden Adana-Twins-Kollaboration , "Shadow Of Doubt" vermittelt sich eingehend über die soziale Distanz hinweg.

An anderer Stelle ertönt die schallende Roboterstimme im Herzen von "Hamstring", wo sich Michael Mayer zu ihnen gesellt; die schimmernden "Twenty Tears", einer zärtlichen Intervention von Rebolledo; der Zeitlupen- Disco-Nummer "Cecil", die zusammen mit Echonomist produziert wurde; oder der glitzernde Arpeggio-Traum, den Perel in "Der Abend birgt keine Ruh" in Form bringt.. Ja, es gibt tatsächlich einiges zu feiern: Von Pop-Enthüllungen über Dancefloor-Delirium bis hin zu Stücken, die sich ihre Zeit nehmen - Synchronicity bietet Platz für all das; das Album spendet Raum, in dem die Freuden des Unerwarteten aufeinanderprallen und durch ihr zufälliges Nebeneinander in der Welt von WhoMadeWho Sinn ergeben.

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ARCA - KiCk i

Arca

KiCk i

12inchXLLP997
XL/Beggars Group
14.07.2020

Produziert und aufgenommen von Arca, definiert KiCk i eine neue Ära in der Multiplex-Welt der venezolanischen Künstlerin, Sängerin, DJ, Performerin und Komponistin. Mit Björk, Rosalía, Shygirl und SOPHIE hat Arca zum ersten Mal Kollaborateure in ihre Welt eingeladen. Zuvor produzierte sie für Björk, Kayne West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, erschuf gewaltige Noise-Skulpturen oder legte bei Festivals als DJ auf. Mit KiCk i wird nicht nur die Freude gefeiert, die Arca in ihrem Leben finden konnte, sondern auch der manchmal beschwerliche Weg, den sie dafür zurücklegen musste. Ihre Bemühungen, ihr venezolanisches Erbe und ihre trans-lateinamerikanische Identität zu versöhnen, entpuppen sich als Reggaetón und spanischem Pop. Aber KiCk i ist nicht nur eine Pop-Platte oder eine experimentelle Platte, oder auch nur eine Mischung aus beiden, sondern alles auf einmal - und noch so viel mehr. Je nachdem, wo man die Nadel aufsetzt, findet man Bubblegum, raue Geräusche, elektronische Psychedelia, Balladen, Knaller, Gelächter, Tränen, Leidenschaft und Glaubensäußerungen - Klänge und Ideen, die nicht einfach miteinander verschmelzen, sondern gleichzeitig in einer Quantenüberlagerung koexistieren. "Ich möchte nicht an ein Genre gebunden sein", erklärt Arca. "Ich will nicht als eine Sache abgestempelt werden." Wo sie jetzt ist, endet das Nicht-Binärsein nicht mit ihrer geschlechtlichen Identität. Es ist zu einer Denkweise geworden, bei der keine eine Sache nur eine Sache sein muss, bei der mehrere Bedeutungen, mehrere Realitäten in überlagertem Gleichgewicht koexistieren können. In diesem Raum zwischen den Staaten, in dem das eine Ding das andere ist, hat Arca ein riesiges Feld unerschlossener kreativer Kraft entdeckt.

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Die Ärzte - Debil

Die Ärzte

Debil

12inch190759657218
Sony Music
25.06.2020

Die erste Neuauflage vom offiziellen "Die Ärzte" Debut seit vielen Jahren in guter Austattung ( LP, black, 180 gram + DLC )

Gitarre, Schlagzeug, Bass. Drei junge Menschen, die eben noch im Besetzereck ihr erstes Konzert gegeben haben. die Ärzte sind aus Berlin (aus Berlin!). Viele, die BelaFarinRod in letzter Zeit im kleinen Club ihres Vertrauens live gesehen haben, schwören darauf, dass wir hier das Nächste Große Ding haben. Quasi die Beste Band der Welt in the making: Spontan, unberechenbar, witzig, aus Versehen tiefsinnig an den richtigen Stellen und auch sonst ganz einfach wahnsinnig. Nur halt in gut. Acht Tage waren sie im Studio, die dreizehn Tracks ihres Debütalbums klingen standesgemäß rau, laut und so unkonventionell frisch als hätten wir gerade 1984. Mit potenziellen Klassikern wie „Mädchen“ oder „Zu spät“, zukünftigen Lieblingsliedern à la „Schlaflied“ und „Roter Minirock“ sowie einem ganzen Haufen weiterer Songperlen, die man sich auch in dreißig oder vierzig Jahren noch ganz unpeinlich berührt wird anhören können. Und mit „Claudia hat ’nen Schäferhund“. „Debil“ erscheint nun als Vinylalbum (mit Downloadcode)!

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Jay Glass Dubs - Nyx EP

“Jay Glass Dubs is back on Berceuse Heroique after his inaugural release and this time he is going straight for the jugular. Jay Glass took a small break from the 80's experimental pop of The Safest Dub and he invoked the spirits of German Kosmische Musik and the studio insanity of African Head Charge. Film Noir vibes are mixed with the greek ancient tragedies, leaving the Apollonian aesthetics of his last release and going for a darker, denser and completely Dionysian approach for this one. Medea meets Touch Of Evil. Harmonia and young Adrian Sherwood are getting loose on some pentatonic Greek Traditional music from Epirus. Jay did it again and we are very happy to release this one.”

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Various - Pop Ambient 2019

Various

Pop Ambient 2019

2x12inchKOM395
Kompakt
30.11.2018

Boum Boum Boum! 25 years of KOMPAKT. When a record label still thrives after a quarter of a century thanks to a focus of what was expected to be a short lived music phenomenon called TECHNO, then it stands to prove two things; that it techno has taken its place amongst serious, multilayered musical genres like rock'n'roll, pop and folk music. And that KOMPAKT has never been only for techno, but KOMPAKT stands as a broad-minded, genre-defying entity that has set out to cross-pollinate all kinds of musical inventions within the realm of electronic music. Through its course, KOMPAKT has sent 'Around The World', all kinds of sub-genres, concept series and crossover adventures based on the non- negotiable 4/4 beat. And back again.

Without a doubt, the 100% kickdrum-free POP AMBIENT series is the most endearing and enduring concept that I have had the pleasure to curate. From the start, I felt there was a strong need to add a certain pop- elegance - ensouled by discourse as much as hedonism - to a sound that was recognized as 'Chill Out' music that could be heard in seedy techno club back rooms and forgotten festival areas. Over the years, I like to imagine that POP AMBIENT has crystallized into a highly recognizable trademark sound and a multi-facetted musical universe of its own.

So once again, I had the pleasure to put together this year's edition by plowing through an ocean of sonic jewelry that had been submitted from all over the world by new and old friends. The task was clear: for this special edition, I must create a homogenous listening experience that would both appeal to our trusting followers, to continue our tradition while integrating new micro facets , variations and influences from neighboring musical universes as possible. Obligatory while being innovative. Conspirative while being cosmopolitan. Albeit the headline 'Ambient' might sound a little too humble for a compilation that encompasses aspects of neo classic, atonal music and the most beautiful aural kitsch imaginable, it still helps as a necessary means of orientation in the best possible sense. Same goes for another dear tradition: Veronika Unland's abstract-floral cover design that keeps on pleasing our sore eyes year after year.

Although each and every POP AMBIENT edition doesn't shy away from diving into the relevant question of 'What is contemporary discourse music' - in the end it all boils down to that elevated moment where all theory dissolves into ambient air, into a higher state of cosmic bliss. POP AMBIENT is sacral music for non-believers.

Wolfgang Voigt Cologne, October 2018

Bum Bum Bum. 25 Jahre KOMPAKT. Wenn ein Musiklabel, das seine inhaltliche Ausrichtung im Wesentlichen auf den anfangs als schnelllebig und vor allem kurzlebig apostrophierten - hype' Techno setzt, nach 25 Jahren in jeder Beziehung immer noch voll im Saft steht, dann zeigt das zwei Dinge: Das erstens mittlerweile jeder bemerkt haben du¨rfte, dass Techno eben kein kurzftristiger hype ist, sondern vielmehr ein vielschichtiges, ernstzunehmendes Genre, das sich ebenso wie Rock'n'Roll oder Schlager fest in der Musikgeschichte etabliert hat.

Und zweitens, dass KOMPAKT nie nur ein reines Technolabel war und ist, sondern ein nach vielen Seiten aufgeschlossenes Experimentierfeld, das sich von Anfang an der Grenzu¨berschreitung und dem musikalischen Erfindungsreichtum verschrieben hat. U¨ber die Jahre wurden unter dem KOMPAKT-Signet etliche Subgenres, Konzeptreihen und Crossoverwagnisse auf Basis der unverhandelbaren geraden Bassdrum - around the world' und wieder zuru¨ck geschickt.

Eine der wohl scho¨nsten und nachhaltigsten Konzeptreihen du¨rfte wohl die bassdrumfreie POP AMBIENT-Serie sein, die ich als KOMPAKT-- Altvorderer' nach wie vor die ja¨hrliche Freude habe, zu kompilieren. Dabei hat sich u¨ber die Jahre aus dem anfa¨nglichen Bedu¨rfnis der seit den fru¨hen 90er Jahren in den sogenannten - Chilloutrooms ' grossra¨umiger Technoclubs, - Lounges' und - Muzakkneipen' entstandenen - Entspannungsmusik' etwas entgegenzusetzen, eine eher von Pop-Eleganz, Diskurs und Hedonismus beseelte, eigene Spielart ambienter Musik, eine vielschichtige programmatische Musik mit hohem Widererkennungswert entwickelt.

So hatte ich auch im Jubila¨umsjahr einmal mehr die Qual der Wahl, aus den aus aller Welt kommenden, grossartigen Klangpreziosen guter alter sowie neuer Freunde die subjektiv besten zu einem homogenen Ho¨rerlebnis zusammenzufu¨hren. Dabei ist mir immer sehr wichtig, einerseits den Erwartungen der treuen Ho¨rerschaft im Bezug auf Traditionsverpflichtung gerecht zu werden und andererseits auch immer mo¨glichst viele Mikrofacetten, Varianten und Einflu¨sse angrenzender Stile und Universen aufzugreifen. Innovativ und verbindlich. Konspirativ und weltoffen. Auch wenn der U¨berbegriff Ambient, fu¨r eine Kompilation die sowohl Aspekte von Neuer Klassik, Atonalita¨t und Kunstmusik mit den allerscho¨nsten Seelenkitschklangwelten zu vereinen sucht, zu eng gefasst ist, so hilft er doch bei der notwendigen Orientierung im besten Sinne. Ebenso wie die Tradition gewordenen, wunderscho¨n abstrakt-floralen Kunstblumenwelten der von Veronika Unland gestalteten Cover, die ein ums andere Jahr auch die Augen in Verzu¨ckung versetzten.

Auch wenn jede Kompilation sich aufs Neue an den relevanten Fragen zeitgema¨sser Diskursmusik abarbeitet, so ist der erhabene Moment am Ende doch der, in dem sich alles zu Gunsten eines - ho¨heren, kosmischen' Ho¨rerlebnisses, im wahrsten Sinne des Wortes in ambiente Luft auflo¨st.

POP AMBIENT ist die sakrale Musik der Ungla¨ubigen.

Wolfgang Voigt / September 2018

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Weval - Weval 2x12" + CD

Weval

Weval 2x12" + CD

2x12inchKOM352
Kompakt
10.06.2016

When Kompakt came across Amsterdam-based Harm Coolen and Merijn Schotte Albers aka WEVAL back in 2014, we were blown away when we heard their slow-burning, darkly emotive tracks.

Their debut EP 'Half Age' on Atomnation featured painfully intimate and surprisingly kinetic electronic chamber pop that convinced us they were a perfect fit in Kompakt's family. Following two widely acclaimed EPs for Kompakt and playing numerous festivals including DGTL, Reeperbahn, Iceland Airwaves and Piknic Electronik, we now see the two tackle their self-titled debut full-length WEVAL. What you have before you is not a mere collection of tracks, but a complete listening experience with organic flow, emotional heft and a narrative thread.
Smitten with WEVAL's uniquely personal and catchy approach to producing dark electronic music, it didn't take much to win us over... and so came WEVAL's acclaimed 2014 label debut EASIER EP (KOMPAKT 318), followed by the bold and beautiful 2015 offering IT'LL BE JUST FINE / GROW UP (KOMPAKT 344) which saw the two soundsmiths digging deeper into the granularities of electronic funk than ever before. However, Harm and Merijn's music - while astonishingly fully-formed even in its earliest stages - always seemed destined for more, a bigger format, more space to explore the nooks and crannies of their rapidly evolving sound cosmos. Simply put, they needed to think about an album and their beloved living room studio wasn't cutting it anymore.
An old school building became WEVAL's new home, repurposed to house small creative businesses - but in the summer of 2015, it was abandoned most of the time, with everybody out in the sun while our heroes turned the building's attic into a sweet spot to make some noise, have 24-hour access and lose track of time. And apart from a sketchy tenant being evicted, the occasional soccer game with friends and live gigs across Europe, there really was no interruption to the focussed vibe. It's not like they were looking for distraction anyway: "working on the album all by ourselves in this bloody hot attic was all we had on our mind", the artists admit. And they decided that their album shouldn't sound too clean: "We try to find the beauty in imperfection. It makes things sound more human".
Weval draw their inspirations from no single genre of music but a cumulation of music that inspires them. The results present an astonishingly coherent vision - cuts like the dramatic THE BATTLE, bass growler I DON'T NEED IT or the trippy epic MADNESS share the same DNA of zestful nostalgia, a knack for immersive sound-sculpting and that certain kink in the groove. They also feed on deeply personal experiences and moods, as exemplified by the haunting electronic ballad YOU'RE MINE, the carefully layered, polaroid-tinted JUST IN CASE or the beautifully voiced closer YEARS TO BUILD. And sometimes, it's just an old, out-of-tune piano that stands in the hallway: "Whenever I'd pass by it, I couldn't resist playing it", says Merijn, "so Harm decided to start recording and it became an integral part of YOU MADE IT (PART I)". No doubt about it: this is WEVAL's most powerful and organic material yet - which means a lot, considering the amount of skill already on display in their small, but weighty portfolio.
(de) Als sich 2014 in Amsterdam Kompakts Wege mit denen von Harm Coolen und Merijn Schotte Albers aka WEVAL kreuzten, waren wir sofort Feuer und Flamme für ihre schwelenden, emotional aufgeladenen Tracks. Ihre Debüt-EP "Half Age" auf Atomnation präsentierte intimen und überraschend kinetischen, elektronischen Kammer-Pop, der wie angegossen zu Kompakt zu passen schien. Nach zwei vielbeachteten EPs auf dem Label und einer Reihe von Festvialgigs (inklusive DGTL, Reeperbahn Festival, Iceland Airwaves und Piknic Electronik) nehmen Weval nun mit dem gleichnamigen Release ihr erstes Album in Angriff. Und legen dabei nicht einfach nur eine Ansammlung von Tracks vor, sondern kreieren eine komplette Hörerfahrung mit organischem Flow, emotionalem Gewicht und einm roten Faden.
Angetan vom einzigartig persönlichen und mitreissend düsteren Klang WEVALs brauchte es nicht viel um uns zu überzeugen... und so kam es 2014 zum gefeierten Labeldebüt EASIER EP (KOMPAKT 318), gefolgt vom kühnen und wunderschönen 2015er Release IT'LL BE JUST FINE / GROW UP (KOMPAKT 344), für das die beiden Soundtüftler tiefer denn je in die Granularitäten des elektronischen Funks abtauchten. Nichtsdestotrotz - und obwohl sie schon von Anfang an ausgereift klang - schien die Musik von Harm und Merijn auf dem 12"-Format stets bestimmt für mehr: mehr Freiraum um auch die äussersten Winkel ihres rapide expandierenden Soundkosmos zu erkunden. Sie mussten schlichtweg zum Langspielformat wechseln, und ihr heissgeliebtes Wohnzimmerstudio konnte da nicht mehr mithalten.
Ein altes Schulgebäude wurde schliesslich WEVALs neues Zuhause, umfunktioniert für kleine Kreativunternehmen - doch im heissen Sommer 2015 stand es zumeist leer, da alle draussen in der Sonne badeten, während unsere Helden im Schweisse ihres Angesichts das Kellergeschoss in ein lärmfestes Aufnahmestudio verwandelten. Mit Studiozugang rund um die Uhr liess es sich bestens die Zeit vergessen. Und abgesehen von der Räumung eines zwielichtigen Nebenmieters, dem gelegentlichen Fussballspiel mit Freunden und natürlich Live-Gigs in ganz Europa, gab es auch keine Ablenkungen vom hochkonzentrierten Kreativfluss. Ablenkungen, die das Duo ohnehin nicht suchte: "ganz allein in diesem verdammt heissen Keller am Album arbeiten war alles, was wir im Sinn hatten", geben die Künstler zu. Und sie entschieden sich, dass ihr Album nicht zu sauber klingen sollte: "Wir versuchen die Schönheit im Makel zu finden. Es lässt die Dinge einfach menschlicher wirken."
Weval beziehen ihre Inspiration nicht aus einem einzelnen musikalischen Genre, sondern eher aus einer Akkumulation von Musik, die sie inspiriert. Die Ergebnisse zeichnet eine beeindruckend kohärente Vision aus - Aufnahmen wie das dramatische THE BATTLE, der Bassknurrer I DON'T NEED IT oder die Trip-Saga MADNESS teilen diesselbe DNA aus schwungvoller Nostalgie, einer Schwäche für immersive Klangschnitzerei und einer gewissen Delle im Groove. Sie nähren sich auch aus zutiefst persönlichen Erfahrungen und Stimmungen, wie zum Beispiel bei der eindringlichen elektronischen Ballade YOU'RE MINE, dem vorsichtig geschichteten, polaroid-gefärbten JUST IN CASE oder dem wunderschön gesungenen Schlussakt YEARS TO BUILD. Und manchmal ist es nur ein altes, verstimmtes Klavier, das im Flur herumsteht: "Immer wenn ich dran vorbei lief, musste ich darauf herumklimpern", erklärt Merijn, "also wurde es ein zentraler Bestandteil von YOU MADE IT (PART I)". Kein Zweifel: dies ist WEVAL's stärkstes und organischstes Material bisher - was durchaus was bedeutet, wenn man das Talent bedenkt welches bereits in schmalen, doch gewichtigen Portfolio der Band steckt.

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Matt Karmil - ----

Matt Karmil

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12inchPNN07LP
PNN
16.06.2014

Great Debut album by Matt Karmil
matt karmil ---- worauf berufen wir uns was erlernen wir durch erfahrung was unterscheidet uns vom tier wer hat angst vor der freiheit wer bewertet opportun wer war hier pionier wahre kommunikation passiert nonverbal - point of view einer avantgardistischer wirklichkeit - einer temporären party. die welt ist nicht rund - sie ist eine scheibe. Nach Jahren der Arbeit in verschiedensten Bereichen der Musik wurde Matt Karmil fast mit der Veröffentlichung seiner ersten eigenen 12 " gezwungen - eine zufällige Begegnung mit Ada während einer Session der Kölner Band Cologne Tape führte zu der irr 15 - der Reverse Peephole EP. Mit Support unter anderen von Barnt , Dj Koze , Axel Boman und Michael Mayer verwandelten sich die Dinge zu einem überraschenden Start - " Ich habe noch nie ein Demo verschickt und dachte wirklich, es würde auch keinen die Musik interessieren, die ich nur für mich selbst gemacht habe, aber ich realisiere langsam, dass je mehr ich Musik auf der Grundlage dieser Prämisse mache, um so mehr scheinen die anderen Menschen es zu genießen . " Der sozusagen Nomade Matt Karmil produziert und ist DJ seit Jahren unter vielen Alias-Namen in verschiedenen Formen, aber hat nun den Flow und den Sound, der ihn in eine rosige Zukunft schreiten lässt. Releases auf Tim Sweeney`s Beats In Space , der a lot to share 12" (PNN06) , die geheimnisvolle HAF001 und nun sein Debüt- Album auf PNN (PNN07) werden ihr übriges tun, dass 2014 ein sehr spannendes Jahr für Matt Karmil sein wird.

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Freiland - Freie Sicht (1)

Freiland

Freie Sicht (1)

12inchPROFAN38
PROFAN
05.08.2013

Den meisten dürfte FREILAND eher von den jüngeren Profan
Veröffentlichungen Klaviermusik und Geduld bekannt sein.
FREILAND war aber vor allem das 1998 gestartete, auf 6 Maxis
begrenzte Nachfolgeprojekt der legendären Studio 1 Reihe.
Keine Hihats, keine Snares, keine Samples. Weniger ist Mehr.
Mit seiner konsequenten Konzeption, mit jeweils nur einem
einzigen synthetischen Sound, der in stoisch-minimaler
Rhythmik lediglich um eine Bassdrum kreist, war und ist
FREILAND, neben Sog, Wolfgang Voigts wichtigstes Projekt
dieser Art. Im Sinne der ' Kunst des Weglassens " stellt das
Stück FREILAND - ROT 2, gewissermassen den Inbegriff
dieses Konzeptes dar. So bildet auch 'ROT 2' den Auftakt der
Remixreihe 'FREILAND - FREIE SICHT'. Wie eine rostige
Stahlskulptur à la Richard Serra steht auch heute noch das
Original auf freiem Feld und trotzt Wind und Wetter. Für seinen
Z.O.M. Mix hat Wolfgang Voigt das Ding rein ins Haus geholt
und in einen fast discohaft, warmen Groovemantel gehüllt. So
verpackt geht's dann durch silbern glitzernden
Lamettamaschinenregen aus dem Arpeggiator. Ein kleiner
Vorgeschmack auf das im September erscheinende Album
'Zukunft Ohne Menschen'.
'ROT 3' , die Mutter aller Schaffelbomben, kommt im Gaffelmix.
Heißt: Gabber trifft Schaffel. Kompakt Extra / Speicher, die
Heimat des Edelschweinerock lässt grüßen. Gewissermaßen
als Ehrengast gibt sich auf B1 der Maler Albert Oehlen unter
seinem Musik -Alter Ego Wendy Gondeln die Ehre. Ganz der
expressiven Radikalität seiner Malerei entsprechend,
bearbeitet er das bisher als Originalversion unveröffentlichte
'ROT 4'. Vermittels aggressiv, abstraktem Geigeneinsatz in
Echtzeit bringt er die stabile Statik des Beats an seine Grenzen.
Ein kurzes aber intensives Intermezzo und ein Annäherung an
Techno, wie man sie so nur sehr selten gehört hat. Für smart-
souveräne Abrundung in Richtung Dancefloor sorgt Michael
Mayer im besten kompakt'schen Sinne. Er verdichtet die
Zutaten des subtil groovenden Schaffeltracks 'GELB 3' zu
einem zischelnden Geäst aus verwischten Drumsounds.
Musikalisches Eigenblutdoping mit knappen Breaks und
sparsam gesetzten düster-housigen Akkorden.

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